Generationswechsel im Handwerk
Shownotes
150 Jahre ARTA – aber im Mittelpunkt dieser Folge steht ein Thema, das viele Handwerksbetriebe derzeit bewegt: Unternehmensnachfolge.
Wie gelingt der Generationswechsel im Familienunternehmen? Wann ist der richtige Zeitpunkt, Verantwortung zu übergeben? Und wie schafft man den Spagat zwischen Tradition und Veränderung?
Darüber spricht Andreas Ehrfeld mit Sebastian Kraft, Geschäftsführer der ARTA-Unternehmensgruppe. Im Gespräch geht es um persönliche Erfahrungen aus der Nachfolge, den Umgang mit unterschiedlichen Generationen, die Integration neuer Betriebe und die Frage, welche Werte auch in Zukunft Bestand haben.
Das erwartet Sie in dieser Folge:
- Warum Nachfolge lange vor der eigentlichen Übergabe beginnt
- Was Sebastian Kraft von seinem Vater gelernt hat
- Wie Tradition und Innovation zusammenpassen
- Worauf ARTA bei Betriebsübernahmen besonders achtet
- Welche Herausforderungen das Handwerk derzeit besonders beschäftigen
- Warum Unternehmenskultur über den Erfolg einer Nachfolge entscheidet
Gast: Sebastian Kraft, Geschäftsführer der ARTA-Unternehmensgruppe
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Malerblatt Podcasts.
00:00:03: Hundertfünfzig Jahre Unternehmensgeschichte schaffen nur wenige Handwerksbetriebe, noch spannender ist allerdings die Frage wie ein Unternehmen über einen solangen Zeitraum erfolgreich bleibt?
00:00:11: In hundertfünftig Jahren verändern sich Märkte Technologien Kunden und ganze Generationen.
00:00:15: Die Ahrtag-Gruppe hat genau diesen Wandel erlebt vom klassischen Malerbetrieb hin zur Unternehnungsgruppe mit mehreren Gewürgen und zahlreichen Partnerbetrieben.
00:00:22: Darüber möchten wir heute sprechen über Tradition Veränderung Nachfolge um die Zukunft des Handwerkes.
00:00:27: Ich freue mich sehr auf meinen heutigen Gast, Sebastian Kraft, Geschäftsführer der Arter Unternehmensgruppe.
00:00:31: Schön dass ich heute da sind Herr Kraft!
00:00:33: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:00:35: Freut mich das wir zusammengekommen sind und bin gespannt was uns in den nächsten Minuten
00:00:38: erwartet.
00:00:38: Sehr gerne, deswegen fangen wir gleich mal vielleicht mit einer ein bisschen unerwarteten Frage an.
00:00:42: Herr Kraft stellen wir uns kurz vor wie es war als Ihnen klar wurde, ich werde das irgendwann nur nehmen.
00:00:48: Können Sie sich daran noch erinnern?
00:00:50: Wie das war?
00:00:51: Wo sie da waren?
00:00:52: Könnten Sie so einen Einblick geben oder übermannteint es dann?
00:00:55: Oder war das schon von langer Hand geplant?
00:00:58: Spannende Frage.
00:00:58: Ich bin gerade selber kurz überlegen gewesen, ob ich da einen Moment hatte?
00:01:03: Ich glaube den einen Moment gab es nicht, dass ich in China jetzt mache.
00:01:06: Es war ein schleichender Prozess der aber schon in der Kindheit angefangen hat.
00:01:10: Ich glaube das hat schon da angefangen als mein Vater dem bei Meisterprüfung vorbereitet hat und wir zusammen mit meiner Schwester, meiner großen Schwester in der Lakerer Werkstatt bei uns in Eklosheim waren und er quasi gespritzt hat und während so Ganzkörper-Quartieranzügen die uns viel zu groß waren da mit in der Werkstatt waren.
00:01:26: Und ich glaube, das hat uns damals schon auch als Kinder geprägt und mich aufgeprägt, dass ich gemerkt habe... ...das hat ihr Spaß gemacht!
00:01:33: Also es war jetzt nicht irgendwie wir müssen ein paar Mal wieder an die Werkstatte gehen, sondern ist wir waren dabei und waren integriert.
00:01:39: So hat sich das immer weiter entwickelt und also ich dann so mit als Jugendlicher schon im Sommerferien auf der Baustelle mitgearbeitet hab um ihren Taschengeld dazu zu verdienen.
00:01:46: Da waren Freunde im Freibad und für mich war das aber nie irgendwie schade, dass sie jetzt arbeiten war.
00:01:51: und was der Bausteel war Ich erinnere mich noch daran, in Asperg bei Riesensondstein Dachkrims gestrichen habe und da wirklich ordentlich geschwitzt hab.
00:01:59: Das war für mich nie arbeiten das war damals eigentlich echt einfach ein Teil meines Lebensstunden.
00:02:04: damit hat sich das eigentlich ergeben und da ich dann irgendwann von mir verstanden habe und es war so mit ja wahrscheinlich um sechzehn-sebzehnte die gesagt habe ich verstanden dass ich technisch einen Talent habe, dass mir einfach das Handwerk auch liegt und gleichzeitig aber auch Kaufmenschprozesse verstehe.
00:02:20: Dann ist es eigentlich klar gewesen für mich, dass ich so Richtung Studium auch in die Richtung gehen möchte und dann die Ausbildung gemacht habe davor.
00:02:25: Und da hat sich das also schleich ein Stück a Stück ergeben.
00:02:28: Das finale Jahr, das ich's mache war dann eigentlich zum Ende des Studiums, bis zu den letzten Jahren.
00:02:35: Sie wurden dann als auch nicht getränkt irgendwie in diese Richtung?
00:02:38: Nein!
00:02:38: Sondern sie konnten aus freien Stücken sagen.
00:02:39: Ganz und gar nicht.
00:02:40: Also uns allen Geschwistern, ja wir drei Schwestern, uns allen waren völlig frei.
00:02:44: Die einzigste Vorgabe war entweder man geht operativ mit in die Firma Oder man kriegt auch keine Anteile.
00:02:50: Also es war wirklich klar, wenn mein Vater immer kommuniziert, wer daran partizipieren möchte muss auch mitarbeiten und man kann also keinen stillen Teil haben oder so.
00:02:59: Das ist auch heute so.
00:03:01: Und das war die einzigste Prämisse und dann war sie eben freigestellt.
00:03:04: Sind da Ihre Geschwister auch ein bisschen involviert?
00:03:05: Oder haben Sie sich dann ganz rausgenommen jetzt aus dem Untergrund?
00:03:07: Nee, die haben sie komplett rausgemacht.
00:03:09: Die kommen jetzt zu einer Fünfzig Jahrfeier waren dazu und sind einmal eingeladen und natürlich werden wir uns mal wieder treffen bei meinen Eltern.
00:03:17: Dann ist natürlich für die Firma immer auch ein Gesprächsthema zwischen mir und meinem Vater.
00:03:22: Es kommt immer wieder Firmenthemen auf den Tisch, dann kriegen sie das mit aber sind da nicht involviert oder müssen keine Verantwortung vertragen.
00:03:31: Wenn man so einen Generationswechsel, den Sie ja gemacht haben von Ihrem Vater Ulrich Grafen zu Ihnen, denn stellt man sich so bildlich illustrierend aus dem Malerblatt gern wie so einem Staffelstab der übergeben wird.
00:03:43: Einer hört auf, der Nächste übernimmt... Wie war es denn wirklich?
00:03:46: Also ich stelle mir vor, dass das vielleicht auch ein bisschen chaotischer läuft und nicht so ganz strukturiert oder?
00:03:53: Chaotisch war's... ...nicht.
00:03:55: Ich glaube wir hätten uns beide einfach alles schneller vorgestellt.
00:04:00: Ich glaub der Schwierigste waren mit die Personen, die mein Vater am längsten schon begleitet haben, gerade in seinem engsten Kreiselrand bei uns in der Zentrale, die auf mich anzupassen hat ... gedauert, bin es diese Teilhausung eigentlich geklappt.
00:04:17: Also da musste ich noch neue Personen dazusuchen... ... ohne dass wir jetzt da irgendwo Personal abgebaut haben oder verloren haben.
00:04:22: aber... Da muss man schon auch schauen das... Ich meine Leute finde so ein bisschen und das haben wir gemacht.
00:04:28: Ich habe da auch mal einen Kollegen eingestellt... ...und ansonsten hat mein Vater und ich relativ früh uns... ...entschieden werden welchen Teil ab wann... verantwortlich und da haben wir quasi nach unseren Erfolgsbereichen.
00:04:39: Wir haben ja die Firma nach Erfolges Bereichen so ein bisschen aufgebaut, nach Kundemittel war der Baustelle Profit.
00:04:45: Und wir haben relativ früh schon gesagt okay diese zwei Bereiche mache ich als erstes, er macht die anderen Bereiche weiter und dann gibt es einen Übergang zum Zeitpunkt X und dieser Zeitpunkt x mal so im schleichender Zeitraum über zwei drei Jahre aber natürlich immer trotzdem ab dem Tag war jetzt verantwortliche aber das Anbahnen und zu reinzuarbeiten.
00:05:07: Das war ein längerer Prozess und das hat eigentlich ganz gut funktioniert.
00:05:10: Und so würde ich es in weiten Teilen, glaube ich auch wieder machen.
00:05:14: Also eine Glaubhause gibt's nicht, kann man auch jetzt niemand noch zur Stuhlade ziehen.
00:05:17: und wenn ich hoffentlich eines Tages meinen Kindern oder einmal im Kinder die Firma weitergeben darf dann werden wir uns da wieder ganz anders einrichten müssen und können das nicht sagen wie damals, machen wir es jetzt wieder.
00:05:27: Das wird wieder ein anderer Typ Menschen sein, andere Unternehmenssituationen, andere Größe... Da muss man wieder darauf einlassen.
00:05:33: Können Sie uns dann noch ein bisschen mitnehmen, wie das dann funktioniert?
00:05:35: Wenn Sie gesagt haben sie sind so über zwei drei Jahre schleichend da reinkommen Wie kriegt man da mögliche mehr Verantwortung?
00:05:42: also was sind denn die ersten Steps als Geschäftsführer?
00:05:44: ich denke man muss ja da irgendwie nach und nach rein wachsen auch mit Summen umgehen vielleicht immer so nett kann der vorher oder?
00:05:52: Also angefangen hat es bei mir dass wir ja quasi meine zweite Station unternehmen Nach einem Jahr Teamleitung also keine Bereich gehabt.
00:06:01: In Rhein-Main-Gebiet war quasi der nächste Schritt, dass ich in unsere damals jüngste Tochter die Alpen-Echt-Fensterbau als Geschäftsführer gleich eingestiegen bin und quasi den Übergangen wieder dortigen ehemalige Einhaberin gemacht habe.
00:06:15: Und quasi diese ganze Firma erst mal an die Arta angedockt hab'.
00:06:18: Das war so der erste Step, wo ich aber völlig frei hand hatte weil wir haben ja eine Branche, die wir nicht kannten also Fenster bei ganz neu für uns hatten im Unternehmen das uns nicht kannte, d.h.
00:06:27: Ich war da wirklich ein bisschen auf der grünen Wiese selber voll einbringen und selber die Entscheidungen treffen.
00:06:33: Und der nächste Schritt war, weil sie dann für den Standort jemanden hatten in der Leitung bin ich dann bei uns in die Zentralien gekommen.
00:06:41: Davor war ich eigentlich immer schon abends über das Tagesgeburt so bei Albrecht und dann zum Abendhin bin noch nach Ludigsburg hat er dann an irgendwann im Büro und habe da noch eins oder zwei Stunden so ein bisschen Post mal durchgeguckt.
00:06:49: Das ist mir ganz banal.
00:06:50: Damals noch was heute nicht mehr so vieles einfach die Postmappe, die dann nach meinem Vater immer bei mein Tisch noch lief.
00:06:55: Also ich habe mitbekommen, was kommt also am Tag?
00:06:57: Dann hat es angefangen dass sich nach und nach gerade im Bereich... Technik und rechtlichen Themen übernommen habe.
00:07:04: Natürlich ist das, was Kunden auch mal beschwerden sind oder wo es mal genug knuscht hat, was ja durchaus bei unserer Größe auch mal vorkommt quasi erst einmal die nicht so schönen Aufgaben bekommen.
00:07:14: Ich hab mich dann da reingearbeitet und hab dann die abgenommen und so nach und nach dann sowas weitergemacht und das war echt tatsächlich rechtlich technisch und dann eigentlich die Mitarbeiter-Themen
00:07:26: übernomen.
00:07:26: Okay.
00:07:29: Wissen Sie noch?
00:07:30: Wie es war, als Sie das erste Mal Ihren Vater von Ihrer eigenen Idee überzeugen mussten?
00:07:33: Gab's da ein konkretes Beispiel, das Sie uns nennen könnten?
00:07:38: Tatsächlich war das eine kleine Investition in gewissermaßen.
00:07:44: Damals nämlich unser erstes E-Fahrzeug und das war im Jahr... Da muss ich aufpassen, das ist der Gäbe-Sweetscooter des Posts.
00:08:00: Der kam da relativ frisch auf den Markt, war vielleicht ein Jahr draußen.
00:08:03: Da hab ich gesagt, komm, immobiliert ist die Zukunft!
00:08:06: Wir müssen da mal was tun und dann musst du dich überzeugen, dass wir eben in so einem Fahrzeug investieren.
00:08:12: Was sich nachhin leider als technisches Fehler entpuppt hat, weil das Ding einfach nicht viel gefahren ist.
00:08:17: In den eineinhalb Jahren muss man es hatten, hat's gut... Ich glaube, das waren noch einmal sechzig Tage, die wir nicht nutzen konnten, also Arbeitstage.
00:08:24: Das war aber natürlich ein Experiment und da war ich, glaub' ich, damals schon mutig zu sagen, ich gehe in diese Technik, in die E-Fahrzeitechnik jetzt mal heute gucken.
00:08:31: Ja, das ist die Diskussion ja aktueller denn je und wir versuchen die ganze Lösung zu finden wie man E-Fahrzeuge fürs Handwerk bekommen oder auch gelöst bekommt.
00:08:39: Wie man die Ladeinfrastruktur aufgebaut bekommt und wie man es auch geladen bekommt überhaupt die Fahrzeuge wenn die tagsüber unterwegs sind.
00:08:45: Und da machen wir glaube ich damals ein bisschen eine Diskussion dass ich sage ich hätte mir das Invest auch wenn's merkt als ein Dieselfahrzeug.
00:08:51: und das war so das erste mal wo ich überzeugen musste wo ich aber schlusslich gesagt habe ich mach' das jetzt.
00:08:55: Das hat dann irgendwann hingenommen.
00:09:00: Klar, dass es dann am Schluss nicht gut ausging in dem Sinne von, dass das Fahrzeug nichts Richtige war.
00:09:06: Man muss ja auch scheitern oder lernen und suchen.
00:09:08: Das hat uns dann halt ein bisschen im E-Fahrzeug gesagt okay jetzt wart man noch in der Generation des Fahrzeugs gekommen die tauglicher sind aber auch das so rein und das war jetzt kein Riesenverlust, ein Riesenschmerz, das war eine erste Momente.
00:09:21: Es klingt ist relativ harmonisch.
00:09:23: gab's vielleicht auch mal einen Streit für den Sie heute beide dankbar sind?
00:09:28: Da wie immer die Divisa hat eine Reibung erzeugt Wärme.
00:09:30: Es gab natürlich auch mal Konflikte, aber immer sachlich.
00:09:33: Emotional war es bei uns seltenst.
00:09:36: Das war wirklich eher Ausnahmen.
00:09:39: Meistens war es eine Sache nach Konflikte und ich glaube das sind beide meistens gestärkt rausgegangen.
00:09:48: Man nimmt nichts mit nach Hause, wenn man beruflich schreitet oder unterschiedlicher Meinung ist.
00:09:56: Das muss sich privat beim Geburtstag aus dem Weg gehen?
00:10:01: Ich
00:10:01: weiß nicht wie es wäre, wenn wir noch im gleichen Haus wohnen würden.
00:10:04: Aber da wir dann abends irgendwann das Büro verlassen haben, machen wir eigentlich am nächsten Tag, gab's das nicht mehr und wir hatten noch mal Situationen, da haben wir vielleicht noch im Büro einen Konflikt gehabt, wo wir an der Meinung waren und abends in den Wochenende hat man damit eine Familie getroffen.
00:10:17: Das wurde aber nie mitgenommen.
00:10:19: Es war dann wirklich auch eine Trennung da, die natürlich dem auch können muss, dass man dann auch rausgeht und sagt das ist Stopp.
00:10:28: Aber ich habe mir auch mal gesagt, wenn wir es dann gemerkt haben, dass jetzt das Thema doch nochmal im familiären Umfang weiter diskutieren wird, dann habe ich gesagt, stopp machen wir jetzt nicht!
00:10:38: Da schiebt man wieder auf Montag oder wie auch immer auf nächsten Termin.
00:10:41: oder lass uns nachher noch einmal kurz eine Runde spazieren gehen, haben auch mal gemacht und dann gesagt damit, lassen wir mal viel mehr hier sitzen am Tisch Und dann gehen wir nachher noch ein paar Schritte und besprechen das nochmal.
00:10:50: Da muss man halt auch irgendwo dieses Stopp respektieren.
00:10:54: Nein, jetzt diskutieren wir das nicht!
00:10:55: Manchmal sind ja auch ein paar Stunden Abstand oder ein bisschen Zeit.
00:11:00: Halt ihr auch etwas?
00:11:01: Ihr müsst
00:11:01: eine Artität zumindest.
00:11:04: Aber ich würde heute sagen, wir sind aus den meisten Punkten gestärkt rausgegangen.
00:11:09: Was glauben Sie, was der jüngeren Generationenschwerbefeld?
00:11:13: Geduld zu haben?
00:11:14: Oder sich das Vertrauen erst erarbeiten, ein bisschen vom Betriebsinhaber oder von der älteren Generation, wie man es in den Betrieb übernimmt.
00:11:23: Ich gesellschaftlich würde ich sagen, dass Geduld heute keine gute Eigenschaft mehr ist und keine sehr populäre Eigenschaft.
00:11:31: mir, weil ich glaube Geduld, wenn ich das auch jetzt bei uns manchmal sehe, weil wir manche Azubis relativ schnell natürlich auch sich überschätzen... Das kleine Technische muss gerade uns sagen, es kommt eine Gedrehtung meist.
00:11:42: Dann sagen wir, das machen noch zwei Jahre bis du die Meisterschule machst, dass du auch Baustellen-Erfahrungen hast.
00:11:46: Da passiert heute aus meiner Wahrnehmung zu oft was man dann sagt, nee ich will gleich weiterkommen und da tut sich gar nicht Zeit nehmen um etwas wirklich zu lernen.
00:11:53: Und grade im Handwerk braucht man Geduld um was zu lernen weil Erfahrung geht halt nur über Zeit.
00:12:00: Deshalb würde ich tatsächlich sagen ist glaube ich Geduld eher das Problem.
00:12:06: kommen
00:12:06: wir zum Abschluss von diesem Komplex nochmal zurück zu Ihnen.
00:12:11: Und wenn Sie heute auf Ihren Vater schauen, was verstehen Sie inzwischen besser als zu dem Zeitpunkt, als sie es übernommen hatten?
00:12:18: Also von der Denkweise von ihrem Vater können Sie ein paar Dinge sehen sich die anders oder genau so wie er's gesehen hat und wo sie zuerst gesagt haben das muss komplett umgekrempelt werden oder anders gesehen werden.
00:12:36: Mein Vater ist immer ganz weit oben natürlich der Kunde gestanden Und ich habe mir relativ früh gesagt, wenn ich das so machen möchte wie er dann kann ich ihn kopieren und das bin ich nicht.
00:12:47: Das heißt also da eigentlich die Entscheidung zu treffen.
00:12:49: Ich hab mit anderen Charakteren einen anderen Typ Mensch.
00:12:51: Das hätte ich vielleicht früher erkennen müssen.
00:12:53: Da habe ich mich vielleicht auch zu lange versucht ihm nachzueifern gewissem Maßen in den Punkten wo ich eben nicht erkannt habe dass ich da nicht das Talent habe wie er.
00:13:03: Andererseits habe ich natürlich Talente die ich habe die er nicht so ausgeprägt hat Und da hätte ich mir wahrscheinlich nachher einen früher gewünscht, mehr Mut zu haben und zu sagen das ist jetzt mein Talent.
00:13:13: Da bin ich stärker.
00:13:15: Da gehe ich jetzt nach dem was wie ich es entscheiden würde.
00:13:18: Und weniger so ein Respekt vor der Erfahrung zu haben, sondern eher zu sagen Ich habe da auch einen guten Ansatz und ich werde dich verfolgen.
00:13:30: Das ist glaube ich so weil sich da heute anders machen wird.
00:13:34: Okay mutiger wäre.
00:13:36: Es sind hundertfünfzig Jahre Unternehmensgeschichte eine beeindruckende Zahl, macht es auch was im Alltag mit Ihnen oder ist das nur ein Zahl auf dem Logo?
00:13:45: Ich habe das Gefühl dass ich seit diesem wieder mehr Rückenschmerzen hatte.
00:13:49: Nein, es ist tatsächlich... Mir ist noch mal bewusster geworden was für eine Verpflichtung ist.
00:13:56: Also das ist natürlich Ehre und Würde zugleiches, dass man hier einen Traditionensbetrieb in die nächste Zukunft führen darf, in den nächsten Hundertfünfzig Jahre dass es natürlich auch Verantwortung von vielen Menschen ist, die hier auch arbeiten oder gearbeitet haben für Familien, die dahinten dranhängen.
00:14:14: Das ist aber auch nicht nur für unsere Unternehmen und Familie sondern auch gesellschaftlich in der Verantwortung ist, das wir einen Umfeld um uns herumhaben, die es auch ermöglicht haben also von der Kommunalpoliturik über andere Unternehmen, die uns seit langen Zuliefern oder auch unsere Kunden letztendlich, die unsere lange Treue geblieben sind.
00:14:31: Und dass man hier die Hundertfünfzig Jahre durch deshalb freien können weil einfach viele, viele Faktoren uns auch zugespielt haben und wir auch viel Glück hatten.
00:14:40: Und ich glaube ein bisschen Demut ist da nochmal mitgekommen.
00:14:45: Viele verbinden Traditionen mit Stillstand?
00:14:47: Da werden Sie mir das hoffentlich widersprechen.
00:14:50: wie es denn wirklich...
00:14:51: Ich glaub Tradition kann nur entstehen wenn es eben nicht Stillstand gibt.
00:14:56: Eine Tradition ist ja etwas was langwierig immer wieder funktioniert oder immer wieder kernt ist und etwas was lange bestehen möchte muss sich immer wieder neu erfinden.
00:15:04: Das heißt dass ich glaube Tradition ist gewissermaßen Innovation.
00:15:09: Da geht es gleich weiter.
00:15:10: dann mit schließlich an, mit der Frage gab's Entscheidungen bei denen sie bewusst gesagt haben sollt man das früher gemacht?
00:15:16: aber jetzt machen wir es anders weil es einfach der zeitgeist ein anderer ist oder des produktes anders verlangt oder der kund ist anders verlangen?
00:15:25: Ich glaube im Führungsstil allein schon.
00:15:27: also man braucht halt einfach einen kollegialen Führungsstil.
00:15:32: Jeder in deiner Funktion ist wichtig.
00:15:35: Jedes Rätchen muss sich drehen und klassische Rearchien, die dann so recht strikt sind... Ich habe es nicht gesagt, dass mein Vater oder meine Vorgeneration das so war.
00:15:44: aber da müssen wir einfach durchbrechen an, dass du dann eben doch mehr die Schwarmintelligenz nutzt und alle ins Boot holst.
00:15:56: Das müssen wir heute auf jeden Fall vielmehr beachten als vielleicht noch früher wo es auch mal wie viel Gehorsam gab.
00:16:04: Da ist man heute anders und manchmal vielleicht deshalb weniger produktiv, vermutlich sogar.
00:16:11: aber so die Geschichte von meinem Opa.
00:16:12: ich habe ihn ja nur kurz erleben können als Kind und keine großen Erinnerungen mehr.
00:16:16: dass der halt da auch makulärisch auf dem Hof morgens jemand in den Ecke gestellt hat und einfach mal Luft rausklassen hat glaube ich nicht das es heute noch an der Art
00:16:25: funktioniert.
00:16:28: Welche Werte haben denn hundertfünfzig Jahre überlebt und von welchen Gewohnheiten haben sie sich komplett verabschiedet?
00:16:35: Also Werte ist glaube ich eine Realität.
00:16:38: Das ist etwas Loyität zum Firma, Loyität zu sich selbst, zur Gesellschaft.
00:16:43: das ist mit Sicherheit etwas was immer schon bestand hatte.
00:16:49: Wert ist glaube auch dass wir gerade schon so ein bisschen hatten die Innovationskraft also dieses Wille zu verändern.
00:16:56: Das ist vielleicht kein richtiger Wert, aber das ist ja schon so ein Antrieb und innere, dass du immer weiterkommst.
00:17:01: Ich glaube, dass wir da schon gewisse Konstanz haben.
00:17:08: Verändert haben sich gerade die Systema-Mitarbeiterumgangführung leider auch die Verbindlichkeit.
00:17:15: Also ich glaube früher waren wir da sich treuer und verbindlicher in gewissen Punkten... Gerade die Verbindlichkeit mit einer jungen Generation, nämlich so war das, dass sie abbaut.
00:17:24: Das war ein gesellschaftliches Thema auch wieder...
00:17:26: Was ist denn meine Mitarbeiter oder Kunden?
00:17:28: Imper allen Richter bei der Gesellschaft nicht eigentlich noch fast imper alle.
00:17:31: Also zur Verbindlichkeit und vielleicht auch das Vertrauen also des Handschlagmentalität wenn ich überlege was wir heutzutage an Bürokratie haben, was wir an Dokumenten erzeugen müssen.
00:17:43: Wo ich auch immer wieder sagen muss ja bitte schreibt das.
00:17:45: also wie oft ich in der Woche Kollegen sag ihr habt du das schon geschrieben?
00:17:48: Das hat einfach nur rechtlich absichern.
00:17:51: Ja es war früher völlig egal gewesen.
00:17:54: Da hat man einfach sich anders vertraut.
00:17:56: und wenn wir heute bei Industrie arbeiten da musst du dein Geld nacharbeiten mehr als im Auftrag.
00:18:02: Also dein zustandes Saläer musst du bald mehr Energie reinstecken als vorher in die Auftragsgewinnung.
00:18:06: Okay
00:18:07: das heißt man muss auch anders kalkulieren.
00:18:08: dann
00:18:08: oder... Du hast halt mehr unproduktive Zeit für die Themen, die drumherum sind.
00:18:14: Und jetzt kann ich natürlich verstehen, dass gerade vielleicht Industriekunden, das die gewisse Prozesse im Haus entgegnet etabliert haben, wo halt für eine rechnungsfreie Gabe mehrere Stellen ihr Go geben müssen... Das macht es aber viel langsamer!
00:18:26: Also wenn man eigentlich denkt durch IT, durch das Thema, durch so Workflows, sagt mir eigentlich manchmal schneller Ich habe oft ein langes Gefühl verstehen, dass es mir selber mehr am Weg.
00:18:37: Weil so viel einfach auszufüllen ist und zu beherrschen?
00:18:40: Ja weil natürlich wenn du im Computer nur noch durchklickst jetzt mal unsere Kundenseite da zu verstehen bei den Industriekunden die dann halt SRP oder so sagen okay jetzt haben wir das Freigabe aber weil die Zahl halt höher ist als der Auftrag muss ich jetzt nochmal durch drei andere Hände die jetzt noch ihr Go geben, wie zum Schluss als Dienstleister als Maler als Handwerker nochmal drei Rapportstunden abgehängt bekommen.
00:19:05: Also es ist glaube ich der Prozess, der Freigabe einfach ineffizient geworden.
00:19:12: Jetzt kommen wir darauf zu sprechen.
00:19:13: Sie haben ja jetzt mehrere Niederlassungen und das funktioniert nach einem bestimmten Prinzip.
00:19:19: Da würde ich jetzt gerne mal in dem nächsten Themenkomplex dann draufzusprechen kommen.
00:19:23: wie das also?
00:19:24: sie sprechen regelmäßig mit Unternehmerinnen und Unternehmen die ihren Betrieb und damit auch ihr Lebenswerk in neue Hände geben.
00:19:30: Was bewegt die Menschen in den Gesprächen denn am meisten, wenn sie jetzt was übernehmen?
00:19:35: Ein Malerbetrieb.
00:19:36: Also wir müssen mal ein Beispiel Maler Betrieb sagen, da ist jetzt im Mitte Ende Fünfzig und ihr merkt jetzt dass er im Eigenhaus wie man hat das Unternehmen weiterführen kann oder möchte und auf uns zukommt.
00:19:51: dann ist es eigentlich ganz oft sind's zwei Punkte die ich wahrnehme.
00:19:55: also wenn wir so Gespräche führen Oft geht es um die Gesprächsphasen über mehrere Monate bis zu Jahre.
00:20:02: Dann ist ganz oft, ich möchte meine Mitarbeiter eine Sicherheit bieten, dass sie weiterhin beschäftigt sind und aber auch so ein bisschen Stolz und Image haben wir immer mehr schon gehört.
00:20:16: Ich möchte halt in paar Jahren hier durch meinen Ort laufen können weil der Handwerk ist ja oft sehr original verwurzelt In einer ganzen Gemeinschaft sehr verwurztelt.
00:20:26: Ja, ich möchte hier nicht durch den Ort laufen gehen.
00:20:27: Ich möchte nicht nachher hören, dass ihr dem der Athergruppe deines Chefs gegeben hast.
00:20:32: Das war eine dumme Idee.
00:20:33: Das hat verloren.
00:20:36: Das heißt also einerseits diesen Image aufrecht erhalten und andererseits die Mitarbeiter gut versorgt
00:20:42: zu haben?
00:20:43: Es sind so die wiederkehrenden Interessen, die sie haben.
00:20:45: oder gibt es auch einen Abschiedsschmerz dann ein Stück weit?
00:20:48: Oder ist das denn einfach erleichtert, dass Sie sagen wir würden's übernehmen und die Mitarbeiter sind in guten Händen
00:20:54: Da wir die Strategie verfolgen, es nicht von heute auf morgen zu übernehmen sondern sagen lasst uns doch erst ein Partnerschaftmodell eingehen durch unsere Arterkooperation.
00:21:02: Möglichkeit haben wir das ja dass man quasi erstmal eine Arterpartnerschaft macht dann kann sich die Firma an unsere Denkweise gewöhnen.
00:21:07: wie können sie uns die Firma ein bisschen gewöhnt?
00:21:10: Wie können Sie einbinden?
00:21:11: Wir können natürlich gewisse Prozesse, die wir brauchen so ein Projekt-Controlling Das können wir schon integrieren solange der Inhaber dabei ist, der das auch dann natürlich in die Mannschaft tragen kann und auch eine andere Symbolkraft hat zu sagen ich gehe den Weg mit.
00:21:25: Das finde ich ein gutes Konzept, ich baue das soziale und wir hatten es früher nicht.
00:21:29: aber jetzt finde ich es gut dass wir hier gewisse Strukturen noch reinbringen, die halt eben von jenem zu größten auch brauchen um einfach da auch den Blick draufzuhaben.
00:21:37: Und wenn das so ein Prozess ist der über mehrere Jahre geht, dann sprechen sie von drei bis fünf Jahren.
00:21:42: Dann hast du halt natürlich die Chance sich ganz anders aneinander kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.
00:21:47: los gehe und sage, ich verkaufe meine Firma und gucke einfach wer meistens mir bietet.
00:21:50: Dann kriege ich eine Zahlungskonto und dann bin ich raus.
00:21:52: Und es ist ein Stairt-DLW wie auch immer.
00:21:55: Dann ist es halt schnell raus weg nach mit diesem Flut.
00:22:00: Und diesen emotionalen Schritt glaube ich habe ich jetzt selten begegnet.
00:22:04: dass ich mich das eigentlich für sich denke so nach mir ist.
00:22:06: Wenn die Firma weg ist, ist er weg und nicht mehr raus.
00:22:09: Da haben wir doch eigentlich eher auf diese Immuxalität.
00:22:12: Also es wird uns tatsächlich so ein bisschen abgesoftelt durchdurch, dass es langfristig übernommen wird und dann kann sich da Betriebsinhab aus Stück für Stück zurückziehen.
00:22:20: Da sind wir tatsächlich ganz offen in den Modellen, da haben wir keine Blaupause, die wir rausziehen.
00:22:24: Wir haben nur so ein breifiger Rahmenstrukturen, die man vorschlagen.
00:22:28: Aber wir merken einfach, dass dieses Schritt bei Schritt einfach für beide Seiten an den Mehrwert bieten und das ist schon gut.
00:22:39: Wann in Betrieb wirklich zu Orta passt?
00:22:43: Auf zu späten einen Spaß!
00:22:46: Es ist es tatsächlich... Wenn ich mit dem Inhaber mal am Tisch saß und gesprochen habe, also wird Persönlicher.
00:22:57: Es geht eigentlich nur um die persönliche Schiene.
00:22:58: Wir können rein auf Daten zahlen, Fakten kannst du da gar nichts entscheiden?
00:23:02: Das ist wirklich dieses Persönliche.
00:23:03: man muss merken wenn ich zum Beispiel rede so wird es wir hier sitzen und miteinander reden weil ich das mit einem Inhabermach und der einfach merkt Da ist eine Vertrauensbasis da und auch die gerade Unternehmungsgeschichte.
00:23:15: meine Freunde schon hatten mit hundertfünfzig Jahren zu sagen hey da ist Da ist ja nicht nur ein Konzern, der jetzt riesengroß geworden ist über viele Jahre.
00:23:21: Sondern das ist tatsächlich noch eine Familienunternehmen wo du dein Herr Kraft selber noch kennst und ich werde auch die Männer nach den Leuten kennen.
00:23:28: Ich gehe auch hin und lerne die Mannschaft kennen.
00:23:31: Dazu immer wieder gucke ich, dass ich da vor Ort bin.
00:23:35: Jetzt kann ich natürlich nicht mehr die Namen alle mittelfristig merken aber ich versuche so ein paar Namen immer mir auch dann fort.
00:23:41: zu merken.
00:23:41: oder ich breite mich dann vor, wenn ich zum Termin komme und sage immer gerne, ob ich hätte keinen Mitarbeiterliste mit Fotos, dass ich schon ein bisschen die Namen ins Gedächtnis kriege.
00:23:49: Und wenn ich dann hinkomme und Leute begrüßen kann im Namen ist mir das einfach wichtig, weil es für mich ein Respektzeichen ist.
00:23:56: Das
00:23:56: macht wahrscheinlich auch was mit den Leuten?
00:23:58: Ich hoffe ja!
00:23:59: Ich glaube, das kommt schon gut an und das sind keine von mir ausgedachte Showes.
00:24:03: Es ist tatsächlich mir wichtig, da sich eine Brücke baut, weil ein Handwerk Menschen abhängig, ein bisschen Dienstleistung.
00:24:10: Es geht nur über Mitarbeiter und Kollegen, die einfach für das was sie da jeden Tag tun auch brennen.
00:24:19: Und diesen Funken ist quasi mit dem Staffelstab, den wir vorher so sympathisch mal schon angesprochen hatten, mitzunehmen – der ist ja wichtig!
00:24:28: Das geht auf der Emotionalschiene.
00:24:30: Gab es auch mal eine Situation wo Sie bewussten Eingestrack haben?
00:24:33: Ja, gab's auch
00:24:34: schon.
00:24:34: Was war das Problem
00:24:35: dann?
00:24:38: Bei Firmen, die gerade noch ein junges Beispiel eine Firma, die erst mal nicht unsere Stammbranche war.
00:24:45: Die kam aus pengelschen Gewerken.
00:24:46: Das heißt wir müssten uns da komplett darauf einlassen einen neuen Gewerk dazu zu nehmen.
00:24:50: was ich jetzt mit Respekt sehe aber nicht dass es mich abstrickt Aber dann eben gemerkt zu haben das die firma komplett an dem Inhaber komplett hängt und wirklich
00:25:05: vom
00:25:06: vom Netzwerk.
00:25:07: Aber auf die Mitarbeiter voll dran hängen, dass sie keine Struktur haben, wo es so eine Zwischenebene gibt und dass das eigentlich jeden Morgen dasteht und jedem sagt du machst jetzt halt genau das.
00:25:16: Und dann den Switch hinzubekommen von einem recht strukturierten Vorgaben bis hin zu eigentlich übernehmen für dich das Denken als Chef, liebe Mitarbeiter ihr müsst uns auch selber denken oder Eilentscheidung treffen.
00:25:30: Den Weg zu gehen kostet
00:25:33: so viel Kraft!
00:25:34: Und dann müssen wir rein sagen.
00:25:36: Es ist gerade so, dass Handwerksbetriebe wirtschaftlich an fruchsvolle Zeiten erleben.
00:25:41: steigende Kosten intensiver Wettbewerb immer mehr Bürokratie haben auch schon ein bisschen angissen.
00:25:47: Sie haben bei der Pressekonferenz zum hundertfünfzigjährigen Jubiläum gesagt das die Marktlage dezent schleppend wäre derzeit.
00:25:53: Was hat sich aus Ihrer Sicht in den vergangenen Jahren am stärksten denn geändert?
00:25:58: Natürlich gesamtwirtschaftlich, dass man da Probleme haben.
00:26:01: wenn die Automobilindustrie gerade hier im Großraum Stuttgart Probleme hat, dann haben alle Probleme.
00:26:07: Da haben wir uns gesellschaftlich auch zuabhängig von einzelnen Unternehmen gemacht und da fehlt so ein bisschen die Streuung.
00:26:16: Wir haben coole Startups, wir haben Weltmarktführende in der Region aber die sind immer so ein wenig im Schatten der Großen geblieben und da muss der Mittelstand auf wieder mehr einen Fokus gerückt werden.
00:26:26: Das hat sich damit sicher heute in der Marktlage geändert.
00:26:32: Gebäude-Energie-Gesetz, ja eigentlich ein Heizungsgesetz ist so auch genannt wurde.
00:26:37: Was ja da auch gerade unseren Gewerken jetzt nicht in die Karten gespielt hat, gerade die energetische Gebäudesanierung ist also ein bisschen hinten runtergerutscht was ich jetzt nicht aus meiner Sicht als Geschäftsführer und von einem Betrieb der halt viel mit auch Bedämmung und WDVS zu tun hat sage sondern einfach aus meiner Ingenieurssicht raus.
00:26:59: Es macht ja für mich immer noch keinen Sinn, ein schlecht gedämmtes Gebäude einfach nur mit einer anderen Energiequelle zu heizen.
00:27:05: Die Energie die am Schluss verbraucht ist trotzdem die gleiche.
00:27:08: Das heißt für mich ist es immer noch nicht verständlich warum wir da auf dieses Pferd der reinen Energieerzeugung gesetzt haben.
00:27:15: und ich sage eigentlich muss die gesamte Höhle da auch funktionieren.
00:27:17: Und da sind wir in den letzten Jahren aber auch technisch zu komplex geworden.
00:27:22: Da muss man einfach mal wieder so einen Kaffeestandard runter setzen und einfach so eine Sanierung.
00:27:29: Jede Brandregel genau da sitzen.
00:27:30: Das könnte man vielleicht auch mal wieder rückwärts schrauben, dann müsste man vielleicht einfach in unseren eigenen Anforderungen wieder ein bisschen rückwert schrauben und nicht alles mit doppeltem Netz und doppelt dem Boden ausstatten.
00:27:39: Ja die Sachen sind so eigentlich auch die von Kunden das immer teurer machen, diese... Immer noch eine Verordnung, noch einen Gesetz und nochmal was besser.
00:27:47: und ja...
00:27:48: Und gerade im WDVS ich habe in jenen paar Jahren jetzt auch schon aufm Buckel hab Nicht so viele WDF-Systeme gesehen, die jetzt wirklich völlig technisch versagt haben.
00:27:57: Es gibt natürlich Rüstes, es gibt Gapfursachen aber meistens auch wenn das Gesamtkonstrukt etwas komplexer war.
00:28:03: Aber gerade im klassischen Wohnungsbäumen oder bei Einfamilienhäusern ist eigentlich ein WDV durchaus auch technisch gut machbar.
00:28:11: Wenn man ein paar Regeln wieder runter schrauben würde das wird trotzdem mal funktionieren Und dann müssten wir auch wieder ein bisschen regulare Zurückschrauben und das Ganze bauen wieder einfacher machen und auf die Rechtssituation ein bisschen schieben und beklären.
00:28:23: Treffen Sie aufgrund diesen steigenden Kurzstunden im Wettbewerb und so, manche Entscheidungen heute anders als nur vor fünf Jahren?
00:28:29: Also sagen wir Zeitraum vor Corona.
00:28:33: Wir sind bei natürlich beim Materialeinkauf vorsichtiger Zusagen gegenüber den Kunden was ein Materialpreisbindung bedeutet.
00:28:39: Wir haben erst die Woche Gespräche gehabt mit einem größeren Auftraggeber hier aus der Region.
00:28:45: da ging es um eine Dachsannierung oder Flachtdachsanierung von einer größeren Fabrikhalle wo wir eben gesagt haben wie können aber die Preise nicht verbindlich vereinbaren von den Materialien.
00:28:53: Wir haben heute Morgen wieder Zeit umgelesen, jetzt geht es gerade in der Straße von Hormus weiter.
00:29:01: Das hat ja Auswirkungen auf uns und da können wir das Risiko nicht tragen, dass wir eine Preisbindung eingehen die wir uns in die Wand nicht geben.
00:29:07: Da muss man auch einmal mit Kunden über solche Themen sprechen, die es einfach früher nicht gab.
00:29:11: Man findet Lösungen, in dem Fall hat man sich darauf geeinigt.
00:29:13: okay dann bestellen wir das Material halt direkt mit Beauftragung kriegen dafür die quasi Materialrechnung, können wir direkt in Rechnung stellen.
00:29:21: Ein Lager muss bei denen auf der Fläche zwischen... Die haben den Platz und man findet eine Lösung!
00:29:26: Aber der Aufwand davon?
00:29:27: Ja, das gab es für mich auch.
00:29:28: Das musst du ja alles mitdenken, musst du mit lösen und dann bist du aufwendiger und unsicherer.
00:29:36: Mit jeder Übernahme wächst nicht nur im Unternehmen sondern auch die Verantwortung für die Menschen, die im Unternehmen sind.
00:29:41: Wie gelingt's Ihnen dass sich Mitarbeiter auch in größten Unternehmensgruppen weiterhin mit ihrem jeweiligen Betrieb identifizieren?
00:29:48: Wir haben ja, wir behalten immer den Namen der
00:29:51: Firma.
00:29:53: Wir sagen quasi okay, dass der Name bleibt das Design ist Logo die Fahrzeuge sehen nach einer Arta aus, dass man diese Gesamtmarke auch vorantreiben was so ein bisschen dieser Diabritlösung ist aus Arta und gleichzeitig aber auch Identität der Firma und diesen Brücke, diesen Bogen, den wir spannen.
00:30:12: Das macht es mit uns natürlich unter manchmal auch komplexer zu erklären.
00:30:17: Ich habe immer wieder die Atakraft GmbH und das ist was immer wieder passiert.
00:30:22: Und da muss ich jetzt ein bisschen mehr erklären... Aber ich sage dann immer, wenn Kollegen sagen, jetzt muss ich erklären.
00:30:26: Jetzt komme ich da beim Kundenklingel und sag am Gegensprichteinlage Albrecht Fensterbaum.
00:30:30: Ich dann vor dem Kunden steht, wenn wir auf einem T-Shirt Ata.
00:30:33: Versteht der Kunde das nicht?
00:30:35: Da hast du auch schon ein Gesprächsthema.
00:30:36: Fangen doch gleich mal an mit... Ja guten Tag!
00:30:38: Nicht wundern, dass Sie gerade mit dem Albrech mich gemeldet haben.
00:30:40: Sie auf die Firma Albrechte erwarten aber bei mir auf dem T-SHIRT ATA weil wir gehören zur Artergruppe und sind dann Teil von dem Ganzen.
00:30:46: Und bei uns können sie sich nur Fenster bekommen sonst die können bei uns auch Malerleistung bekommen.
00:30:49: So würde ich das jetzt in einem Gespräch beim Kunden vorstellen.
00:30:53: Ja, wenn man das natürlich als Monteur-Mitarbeiter erklären muss und sagen muss macht es doch so.
00:30:58: Dann sind natürlich schnell auch alle herausredeten gefunden warum wir das nicht so machen.
00:31:01: Das macht für uns ein bisschen komplizierter.
00:31:04: aber da werde ich nicht müde und finde es immer noch von der gesamten Idee den richtigen Weg dieses die Identität der einzelnen Firma zu behalten gleichzeitig eben auf die Marke
00:31:11: zu haben.
00:31:14: hält das Unternehmen, dass er oft nur im Ort bekannt ist und es weiter unter dem gleichen Namen läuft.
00:31:18: Das hat vielleicht auch so eine vertrauensbildende Maßnahme?
00:31:20: oder auf die Leute im Ort, die als Auftrag geben werden?
00:31:24: Genau.
00:31:25: Macht man ja oft auch bei Betriebsübernahmen insgesamt?
00:31:28: Ja!
00:31:29: Und gerade eben in die Tät von einer einzelnen Einheit, die auch unsicher funktioniert muss und trotzdem eine Zugehörigkeit zu einem größeren Gesamt.
00:31:41: Welche Rituale oder Werte sind unverzichtbar, dass damit sich die Mitarbeiter weiterhin identifizieren?
00:31:49: Machen sie feste oder teambuilding Maßnahmen und onboarding gewisse Weise.
00:31:55: Also für wir machen jetzt gerade steht an unser großen Hofsommer bei uns in Ludwigsburg in der Zentrale.
00:32:02: da sind alle mit als Familienfest eingeladen das heißt es sind alle Mitarbeiter mit ihren Familien eingeladene.
00:32:07: da sind es glaube ich ungefähr vierhundert Anmeldungen da so Mitarbeiter und mit ihren Familien.
00:32:12: Da ist ja jeder Mitarbeiter einfach eingeladen, da können auch alle Standorten herkommen.
00:32:16: natürlich aus dem Rhein-Main-Gebiet fahren dann eher weniger hierher aber da versuchen wir einfach so mal alles zusammen zu bekommen.
00:32:23: trotzdem an jeder Standorte der Bereich in sich.
00:32:26: auch nochmal die von mir auf die Vorgabe und auch die Anforderung macht bitte auch was in euren Teams.
00:32:32: Das kann Grillfest aufm Hof sein das kann Mitarbeiter den Gartengrundstück hat sein es kann auch mal Gokat fahren sein.
00:32:38: Mir ist aber wichtig dass man da im Gesamten was haben, aber auch jeder einzelne Einheit.
00:32:43: Manche Mitarbeiter kommen einfach nicht zu großen Events weil ihnen das zu anonym ist und da zu wenig kennen.
00:32:48: oder wenn es nicht ihres ist und sagt quasi die Chance auf beides, aber ich erzwinge es nicht.
00:32:55: also wenn ein Standort oder einen Team das nicht möchte dann kann ich da noch so sagen müsst da funktioniert's nicht muss schon aus dem Eigenantrieb kommen.
00:33:04: Und wir haben zum Beispiel auch eine Gruppe, die gehen alle paar Jahre zusammen in Urlaub.
00:33:08: Also alle drei Jahre verreisen sie und deshalb gibt es von Teams, die so strukturiert sind dass eigentlich ein Arbeitsteams sind bis hin eben Leute, die zusammen Urlaub machen.
00:33:18: aber das ist immer gruppenabhängig können wir nicht vorgeben dass
00:33:23: zwischen menschlichen Faktoren die da mit spielen.
00:33:24: Da
00:33:24: spielen so viele Faktore noch rein.
00:33:26: ich kann Ideen geben kann sagen wir möglichen euch wenn ihr wollt aber den Weg müsst ihr schon auch selber geben.
00:33:31: Ich würde Ihnen jetzt gerne zum Abschluss noch so ein paar persönliche Fragen stellen, wenn es für Sie passt.
00:33:36: Worauf sind Sie denn besonders stolz, obwohl kaum jemand was davon weiß?
00:33:44: Was ich jetzt natürlich ändert mit dem Podcast!
00:33:50: Ja muss ich da aufpassen und sagen... Also ich glaube ich bin besonders stolzt auf viele Mitarbeiter die vermeintlich im Schatten stehen aber doch das Ding hier ganz schön am Laufen halten vielleicht auch manchmal einen gewissen Druck ausübt, obwohl sie es gar nicht verdient haben.
00:34:11: In dem Sinne von die machen schon ihr Ding, die sind damit Herzblut dabei und da denke ich gerade zum Beispiel an unsere IT.
00:34:19: Die in-House-IT, die von mir immer wieder gepusht wird weil das so ein bisschen mein Steckenpferd ist und immer Druck bekommt, die nach außen nicht sichtbar sind aber immer aus des Dingen wirklich am Laufen erhalten viel vordere und viel Tempovordere.
00:34:35: Und mich selber immer wieder mal erhalten müssen, da bin ich stolz darauf dass die Kollegen das so immer gucken, dass ein Schritt für Schritt vorankommen und mich dann manchmal auch hier bremsen müssen aber trotzdem einfach eine richtige Innovationskraft haben.
00:34:50: Das sind so Sachen auf die Person wenn ich stolze.
00:34:54: Stolz bin natürlich auf hundertfünfzig Jahre und dass sich das weiter führen darf.
00:35:01: Wohl wissen, dass es nicht an mir liegt.
00:35:03: Dass die nächsten Hundertfünfzig Jahre kommen.
00:35:05: Ich kann da zum Teil beitragen aber letztendlich müssen viele Menschen zusammen tragen.
00:35:12: Wann haben Sie Ihre Meinung zuletzt komplett geändert?
00:35:19: Komplett geändert!
00:35:20: Ich bin glaube ich relativ konstant indem man sich... Also ich stehe zu Fehlern, die ich mache.
00:35:26: Meinung komplett verändert.
00:35:32: Nichts ein kommt wahrscheinlich immer Stunde wenn wir miteinander gegangen sind.
00:35:35: Kommt wahrscheinlich was...
00:35:38: Musst ja auch nicht
00:35:39: mehr so trocknen.
00:35:41: Hatte immer vor kurzem die Situation, wo ich dachte.
00:35:43: Wo war das jetzt die richtige Entscheidung?
00:35:46: Und hatte mich da selber ein bisschen hinterfragt und man hat dann den Bereich auch mal ein bisschen mehr als ein Jahr her runtergefahren haben, weil es einfach nicht funktioniert hat... ...und ich sagte okay, vielleicht findest du aber gar keine bessere Person für diesen Bereich.
00:36:01: Jetzt wurde ich als besserer Bedeutbarter.
00:36:01: Jetzt haben wir jemanden gefunden der das in einer ganz anderen Art und Weise verantreibt und das so klasse jetzt in den ersten Monaten macht dass ich dann durch den Nachhinein sagen muss okay, da habe ich vielleicht mal eine Entscheidung gezweifelt ob jetzt stellt sich das Haus her und doch richtig weil wir diesen Cut gebraucht haben.
00:36:15: Da war ich vielleicht einmal am Hardern mit mir aber so komplett, dass ich ein Hundert-Achzig Grad drehe.
00:36:22: Das ist gerade kein Beispiel.
00:36:23: Man kommt bestimmt und kauft es bestimmt auch schon mit.
00:36:25: Wahrscheinlich müsste man eher die Kollegen, die mit mir jeden Tag zu tun haben fragen um sie das dann eher mitbekommen.
00:36:31: Es ist ja gut wenn's so ist, dass Sie da konstant in der Meinung sind finde ich muss man ja als auch nichts irgendwie tief gehen.
00:36:37: zu Welche unternehmerische Entscheidung hat sie mal besonders beschäftigt oder auch mal nachts wachgehalten?
00:36:44: Es
00:36:46: geht es eigentlich immer dann, wenn wir in Firmen einsteigen oder Neugründungen machen.
00:36:55: Haben alle Faktoren gedacht ist der richtige Markt und die richtige Region, das ist der richtige Menschen.
00:37:02: Da haben wir gerade auch wieder vor ein paar Wochen oder letzten Tagen eine Entscheidung treffen müssen, Sicherheit auch im Team sehr beschäftigt haben und noch beschäftigen wird.
00:37:15: Und da legt man dann schon abends nochmal, vielleicht geht man runter spazieren und denkt drüber nach zu sagen okay was ist da jetzt die richtige Vorangehensweise?
00:37:24: Weil einerseits du so das Gefühl hast von dir wird erwartet dass jetzt jede Entscheidung gerichtig ist, darüber ja selber Mensch bist der auf Fehler macht und gar nicht überall für den Blaupause hast und dann eben abwägen musst.
00:37:34: was ist jetzt in der Situation die richtige Entscheidung?
00:37:38: Jetzt
00:37:40: habe ich zum Schluss noch so ein kleines Gedanke-Reise, wo ich ein bisschen stolz drauf finde dass mir das eigentlich
00:37:45: so gut.
00:37:47: Wenn EU groß war und der gleichzeitig der Firmengründer ist heute hier sitzen würde und sie würden gemeinsam durchs Unternehmen gehen was würden Sie ihm als erstes zeigen?
00:38:01: Das ist eine sehr gute Frage.
00:38:05: Ich glaube ich würde ihn an die verschiedenen Standorte bringen.
00:38:11: also nicht jetzt sagen wir gehen durch einen Standort und ich würde quasi ne Rundreise machen Und ich würde glaube ich gar nicht durch die Firma an sich gehen sondern ich würde den oft die Projekte mitnehmen, die wir gerade machen.
00:38:24: Verschein ich sogar auf eines von den großen Projekten, wo wir mit der Komplettsanierung unterwegs sind und unser Arterprojektbau um quasi komplette Gebäude hergestanieren.
00:38:37: Ich glaube, ich würde ihn damit hinnehmen und sagen, dass das hier draußen stand.
00:38:41: Hier ist ein Projekt, da steht ein Gramm mit seventy Meter Auslehrladung was ja schon auf keinen kleiner ist und dahin gehen zu sagen, guck mal da steht jetzt auch so symbolisch eine riesen Baumaschine die wir brauchen um unsere Arbeiten auszuführen.
00:38:55: Das ist auf deinem Handkarren gewachsen quasi aber ich glaube das würde ich mal auf die Projekte gehen.
00:39:01: Und jetzt abschließend die Frage, was würden Sie sich wünschen dass Ihr Urgroßvater am Ende des Rundgangs dann zu Ihnen sagt?
00:39:08: Hast gut gemacht!
00:39:10: Das ist doch ein schönes Schlusswort.
00:39:12: Vielen Dank, Graf für die Zeit und das Interview.
00:39:15: Sehr viel Spaß gemacht!
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