Nachwuchs fördern, Zukunft gestalten
Shownotes
Nachwuchs fördern, Zukunft gestalten – mit Michael Keller
Was bewegt junge Menschen wirklich? Was erwarten sie vom Handwerk – und was muss sich das Handwerk selbst verändern, damit junge Menschen sich für einen Beruf im Handwerk entscheiden und dort auch bleiben?
In dieser Folge des Malerblatt Podcasts sprechen wir mit Michael Keller, dem Vorsitzenden der Sto-Stiftung, über Nachwuchs, Förderung und die Zukunft des Handwerks.
Michael Keller kennt das Handwerk nicht nur aus seiner heutigen Perspektive: Er hat selbst eine Ausbildung zum Stuckateur im Familienbetrieb absolviert. Seit vielen Jahren setzt er sich dafür ein, junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu unterstützen und ihnen Chancen zu eröffnen.
In dieser Folge geht es unter anderem um: Die Menschen hinter der Nachwuchsförderung: Welche Begegnungen mit jungen Menschen bleiben im Gedächtnis? Persönliche Prägungen: Wie wird aus einem jungen Menschen jemand, der Verantwortung übernimmt? Das vermeintliche Jugendproblem: Sind junge Menschen tatsächlich weniger leistungsbereit – oder halten sich solche Vorurteile einfach hartnäckig? Die Rolle des Handwerks: Was muss sich verändern, damit junge Menschen das Handwerk als attraktive Perspektive wahrnehmen? Die Arbeit der Sto-Stiftung: Was kann Nachwuchsförderung tatsächlich bewirken – und woran erkennt man erfolgreiche Förderung? Fördern wir die Richtigen? Warum nicht nur die bereits sichtbaren Talente Unterstützung brauchen. Erfahrungen in Rumänien: Was Jugendliche im Denkmalcamp über Handwerk, Verantwortung und Gemeinschaft lernen. Handwerk im Zeitalter der KI: Welche Fähigkeiten werden in Zukunft wichtiger – und braucht das Handwerk vielleicht nicht nur mehr Digitalisierung, sondern vor allem mehr Menschlichkeit? Die Perspektive der nächsten Generation: Was können junge Handwerker der älteren Generation beibringen?
Ein persönliches Gespräch über Chancen, Verantwortung, Förderung und die Frage, wie das Handwerk die nächste Generation für sich gewinnen kann.
Gast: Michael Keller, Vorsitzender der Sto-Stiftung Podcast: Malerblatt Podcast
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00:00:01: Herzlich willkommen zum Malabla-Podcast.
00:00:03: Wenn überhaupt ein Nachwuchs im Handwerk gesprochen wird, geht es oft um Fachkräftemangel, Ausbildungszahlen oder die Frage warum sich junge Menschen heute anders entscheiden als früher?
00:00:11: Was bewegt junge Menschen wirklich?
00:00:13: Was erwarten sie vom Handwerk?
00:00:14: und was muss ich vielleicht nicht die junge Generation sondern das Handwerk fragen?
00:00:18: Darüber spreche ich heute mit Michael Keller.
00:00:20: er begleitet seit vielen Jahren jungen Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben Nicht nur als Vorsitzender der Storchstiftung Sondern auch als jemand der erlebt hat wie sich das Handwerker und die Gesellschaft verändern.
00:00:29: Herzlich willkommen, Michael Keller.
00:00:30: Hallo Herr Erfeld, grüß Sie!
00:00:32: Vielen Dank, dass ich heute da bin.
00:00:33: Ich würde mit Ihnen als Mensch beginnen in dem Thema Menschen.
00:00:37: Sie begegnen seit vielen Jahren jungen Menschen die am Anfang des Berufslebens stehen.
00:00:42: Gibt es eine Geschichte, die sie bis heute begleitet?
00:00:44: Ja klar, Herr Erfeld und zwar komme ich ja selber aus dem Handwerk wie man das so kennt.
00:00:49: ganz traditionell im Jahr neunzehntzweiunddreißig hat mein Urgroßvater unseren Gibson Stuckertörbetrieb in Rheinland-Pfalz gegründet Nepfalz Als ich hatte nicht die Wahl, das heißt da ist vorgegeben dass die Tradition fatt geführt wird und es hat mich in meinem Leben extrem lang und erfolgreich begleitet.
00:01:08: Man vergisst nie wo man herkommt aber warum habe ich dann studiert?
00:01:13: Na ja die Hände waren nicht so groß Ich wollte aber im Baubereich bleiben.
00:01:16: Großvater gesagt er was mache ich denn sonst?
00:01:19: Er sagt das ist relativ einfach du magst Architekt.
00:01:22: Wo hatte ich auch das akademische Umfeld kennengelernt?
00:01:24: In der Architektor bin Diplomenschneuer.
00:01:27: Man kennt also die Auftraggeber vom Handwerk.
00:01:31: Es kam der dritte Schritt, den ich gemacht habe, da war auch etwas ungewöhnlich und hat sehr viel mit den jungen Menschen zu tun, die wir heute in der Stiftung unterstützen.
00:01:40: Als ich damals fertig war, hatte man keine Ingenieurrücksucht erstreicht, keine von einer technischen Universität ruhig studiert hatte.
00:01:47: Und ich hab mir überlegt was kann man denn jetzt machen?
00:01:48: Kam einer an die Universitäter, erzählt es gibt auch Jobs!
00:01:53: Da hat die Arbeitsstunde nur forty-fünf Minuten.
00:01:57: Sag ich was?
00:01:58: Sagt er, ja und es gibt Shops.
00:02:00: Da habt ihr am Jahr vierzehntig Tag bezahlter Urlaub!
00:02:03: Ich könnte mir vorstellen auf was es rausläuft.
00:02:06: Ja, habe ich dann auch gemacht und hab dann Betriebs- und Berufspädagogik studiert.
00:02:11: Hab als zweitfach Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gemacht, Staatsexamen gemacht... Was ist man denn nach Studienrat an der berufsbildenden Schule?
00:02:19: Als ich jetzt zum Jahresende letzten Jahres in den Ruhestand ging, nach vielen dreißig Jahren bei Sto.
00:02:26: Ich bin jetzt wieder an dem Punkt, dass ich mit jungen Menschen arbeite über die Stiftungsarbeit.
00:02:31: Wo ich selber auch mal stand vor wahrscheinlich fünfundvierzig Jahren ist ein krasser Altersunterschied.
00:02:37: Ist aber unglaublich spannend.
00:02:38: und jetzt sehe ich nach gutem Haltenjahr Erfahrungen der Stiftung was die Stoßstiftung alles Gutes bewirkt um welche Chancen heute junge Menschen im Handwerk haben die von der Stifthung in Anfangszeichen im Fokus stehen bzw.
00:02:53: unterstützt werden was man da bewegen kann.
00:02:55: Ich würde noch mal kurz bevor wir es auf die Stoßstiftung an sich eingehen, nochmal zu Ihnen und Ihre Karriere zurückgehen.
00:03:00: War das für Sie wirklich dann so dass ich sagen konnte okay wenn mein Vater sagt ich mache Architektur?
00:03:05: Dann mache ja auch Architektor.
00:03:06: oder haben sie dann auch ein bisschen damit kadert vielleicht und gesagt oh das macht mir jetzt vielleicht doch keinen Spaß.
00:03:11: oder haben Sie sich getränkfühlt in die Richtung oder konnten Sie sich immer damit arrangieren?
00:03:16: haben gesagt da bin ich jetzt in die richtungen gestoßen worden die mir richtig gut liegt weil mein vater mich halt so gut kennt.
00:03:20: er weiß dass ich da meine Talente habe.
00:03:22: Er hat schon gepasst Er fällt in der Gestalt, weil ich bin auf dem Bau groß geworden.
00:03:27: Ich habe aufm Bau gearbeitet und da war die Figur dieses Architekten zu meiner Zeit vor forty-fünf Jahren noch eine Respektspersonen.
00:03:35: Ich finde tatsächlich als Wandelsicht ist es auch wieder bei den jungen Leuten oder?
00:03:38: Es geht wieder mehr ins Handwerk, weil sie gerade eben das sehen dass die KI vielleicht schon eine Bedrohung ist.
00:03:43: Gerade für den klassischen Büro Job, den es bis jetzt gab.
00:03:46: also ich finde man nimmt so ein bisschen wahr wenn man so Tageszeitungen auch liest.
00:03:50: es gehen wieder mehr verstärkt in die Ausbildungsberufe rein.
00:03:54: Das Richtige erfällt ganz aktuell, als er sich am Montag hier unten unsere badische Zeitung aufgeschlagen hat.
00:04:01: Weil die Schlagzeile vier Prozent mehr auszubildenden im Handwerk im Vergleich zum Vorjahr schon das dritte Jahr in Folge wurde es ansteigt.
00:04:10: Nachteil in der Industrie waren es dann fünf Prozent weniger.
00:04:14: also man merkt Die Ausbildung im Handwerk wird wieder gefragt, aber immer noch auf einem Niveau das aus meiner Sicht viel zu niedrig ist.
00:04:22: Wir bräuchten immer noch die doppelte Anzahl von Außzubildenden wenn man es mal vergleicht um vor zwanzig Jahren.
00:04:27: Wenn wir jetzt mal über den Nachwuchs an sich sprechen da liest man oft was junge Leute eigentlich fehlt und ich frage mich manchmal Was kann denn die heutige Generation besser als vorherrige Generationen?
00:04:37: Also die heutigen Generation ist natürlich wesentlich technischer Fieder Wenn ich sehe, dass es schon Krankheiten gibt wie die WhatsApp-Daumen.
00:04:46: Das
00:04:47: habe ich vor kurzem auch gelesen.
00:04:48: da hat einer hingeschriebenen Facharzt das gibt ein neues Krankheitsbild der WhatsApp Daumen weil man in der Lage ist mit zwei Daumen schneller zu schreiben als ich mit seinen Fingern.
00:04:58: dann diese Verständigkeit wie man heute neuen Medienmutz nutzt im TikTok Oder wenn sie was suchen
00:05:04: z.B.,
00:05:04: ich brauche irgendwas, die Waschmaschine streikt, da ist ein Fehler.
00:05:07: das heißt F-Eine dreißig hat man früher den Elektriker gefragt.
00:05:11: heute gibt es da Videos von irgendwelchen jungen Leuten die sagen oh das war kein Problem muss der Wasch Maschine schräg stellen der ist die Fehlermeldung weil Wasser unter dem Sensor blockiert schon etwas ausgelaufen.
00:05:22: Also die Technikaffinität ist eine ganz andere dann im Vergleich zu Früher.
00:05:27: ob das immer so positiv ist kann ich als meiner Position schwer beurteilen.
00:05:32: Aber das Thema Freizeit, man sagte zu Work-Life Balance.
00:05:38: Das ist im Moment wesentlich dominanter wie vielleicht was verdiene ich im ersten zweiten dritten Ausbildungsjahr?
00:05:44: Das merken wir heute noch.
00:05:45: Das habe ich gemerkt als ich hier noch im Konzern gearbeitet hab wenn man neue Menschen einstellen und auszubildende kommen.
00:05:50: Wir haben so einen Assessment Center gemacht.
00:05:52: die fragen dann wie viele Tage die Woche muss sich arbeiten.
00:05:55: Dass ich beim Auszubildenden relativ einfach komplett.
00:05:58: Ja, wie gibt es da keine Möglichkeit eine Dreitagesausbildung zu machen und sagen, ne, gibts nicht.
00:06:03: Da muss man durch, aber danach, wenn dann die drei Jahre rum sind, kann man drüber reden.
00:06:07: Da gibt's Teilzeitbeschäftigte also hohe technisches Interesse auf der einen Seite.
00:06:13: Ein Wissendstand der enorm ist müssen sich auch die Schulen umstellen weil über die KI Reines Faktenwissen ist für jeden überall verfügbar.
00:06:22: Ich brauche keine teure Bibliothek mehr, ich habe das auf dem Smartphone.
00:06:25: und der dritte Aspekt die Leidenschaft diesen neuen Medien zu nutzen und die Aufgeschlossenheit neu gegenüber.
00:06:31: Und kann man es auch auf Sandwerk direkt übertragen?
00:06:33: Gibt's da Fähigkeiten, die sich verbessert haben im Vergleich zu früher?
00:06:37: oder ist es eher so dass man viele Techniken vielleicht gar nicht mehr kann weil es nur relevant scheint?
00:06:45: Also bestimmte Themen in der Ausbildung.
00:06:47: Ich kann jetzt da nur das Stuckerteuer genauer beurteilen.
00:06:51: Jetzt weniger der Maler, aber ich kenne es auch von den Malern her.
00:06:55: Viele Techniken sind in der Ausbildung kaum mehr vorhanden weil sie schlichtweg nicht mehr gemacht werden.
00:07:01: Ein ganz einfaches Beispiel wie vergolden.
00:07:05: Das lernt man in die Überbetrieblichen oder in Workshops in der klassischen Ausbildung.
00:07:09: wenn ich beim klassischen Maler bin mit Privatkundschaft und Industrie ist es kaum vorhandene.
00:07:15: Also von der Seite her ist die Praxisbegabung der Auszubildenden immer noch gegeben.
00:07:22: Aber wie ich es vorhin schon erwähnt habe, durch die neue Technologie, durch Affinitäts- und Smartphones
00:07:27: etc.,
00:07:28: sorgen so manche Art-Zubis dafür dass ihr Chef daheim nachdenklich wird weil sie infrage sagt mal die Arbeitserfassung muss die wirklich auf den Zettel machen?
00:07:36: Guck mal Chef!
00:07:37: Ich hab nachgeguckt da gibt's auch eine App.
00:07:39: also das ist durchaus ne Bereicherung die die art-zubis in dem Betrieb hineinbringen.
00:07:44: Das, was ich beurteilen kann von der handwerklichen Begabung sind die gleichen.
00:07:47: Sind sie schlechter geworden oder besser geworden?
00:07:52: Was muss Ihre Ansicht nach das Handwerk bieten, damit die junge Leute dabei bleiben?
00:07:58: Das Handwerk von sich aus ist ja schon mal sehr vielfältig.
00:08:02: Aus meiner Sicht ist es ganz wichtig dass wenn ich nach meiner Ausbildung in meinem Ausbildungsbetrieb bleibe, dass es nicht zum Unterton wird.
00:08:10: Also ich gebe Ihnen ein klares Beispiel, wenn ich in einem Handwerksbetrieb meine Ausbildung mache der sich ausschließlich auf Innenputz fokussiert hat.
00:08:17: Oder ich bin im Mahler-Handwerk und habe mich auf meinen Betrieb konzentriert oder für mich für den Betrieb entschieden, der ausschliesslich Innenanstriche macht von Tiefgaragen, neues Beispiel.
00:08:27: Dann hat es den Nachteil dass eine Ausbildung schon viel zu wenig gemacht wird Für das vielseitige Spektrum was einen Mahler zum Beispiel mal an Lackierer haben kann oder das Studiateur.
00:08:37: Und wenn dann danach Die Arbeit genauso weitergeht und ich muss nur Tiefgaragen spritzen.
00:08:44: Da habe ich nach einer gewissen Zeit keinen Spaß mehr.
00:08:47: Das male Handwerk ist so vielfältig, da gibt es zuviel Möglichkeiten.
00:08:50: Ich kann im Außenbereich arbeiten.
00:08:53: Ich kann den Bereich energetische Sanierung arbeiten!
00:08:55: Ich kann in dem Bereich dekorative Techniken, beim handwerklichen Geschick einbringen... ...ich kann ihn arbeiten machen, ich kann Mauerdruckenlegung machen.
00:09:03: Das ist extrem vielseitig.
00:09:04: wenn ich dann in einem Betrieb drin bin der diese Vielfältigkeit auch im betrieblichen Alltag hat, dann erweitert sich das Wissenspektrum der Auszubildenden und der Absolventen.
00:09:15: Da macht die Arbeit auch da Spaß!
00:09:17: Der zweite Aspekt ist ja auszubildende Ernst zu nehmen.
00:09:22: Es sind nicht so Betrachten... Ja ich habe halt drei dabei.
00:09:25: für mich ist der Ausgebildende Entschuldigen Sie wenn ich das sage eine billige Arbeitskraft?
00:09:30: Das funktioniert ja nicht.
00:09:31: man muss die ernst nehmen.
00:09:32: Man muss auch regelmäßig mal Gespräche mit denen führen.
00:09:35: Passt noch alles.
00:09:36: Sind die Gesellen, der Altgeselle?
00:09:38: Ist da ordentlich zu dir oder musst du immer noch das Frühstück holen wie schon im ersten und zweiten Lehrjahr?
00:09:43: Das ist oft so ein Ding von Wertschätzung auch.
00:09:45: Also die Entführung finde ich dass Leute gerne dabei bleiben, dass gar nicht auch Geld entscheidend ist sondern dass sie mir irgendwie wird ernst genommen.
00:09:53: Ich darf vielleicht sogar bei Sachen mitentscheiden, darf mitreden.
00:09:58: Ich finde es ist oft... also ich würde bei vielen Leuten, ich habe mit vielen Jüngeren auch schon Podcast gemacht was ich zur Betriebsinhaber eigentlich gerade etwas interessiert habe?
00:10:07: Ich hab da einen Extremfall.
00:10:09: Das war eine Auszeichnung, die wir in Berlin hatten mit dem besten Wettbewerb.
00:10:15: Da waren so etwa zehn Auszubildende, die ausgezeichnet wurden und von acht waren die Lehrherren dabei – die Ausbilder oder der Meister, der Inhaber.
00:10:29: Dann hab' ich mit einem jungen Mann gesprochen und sag', wo ist denn da ein Ausbildungsbetrieb?
00:10:32: Hört kein Interesse dran!
00:10:34: Hast du ihm gesagt, dass du hier ausgezeichnet wirst?
00:10:37: Im besten Wettbewerb.
00:10:38: Ja ja, Schwede uninteressant sag ich.
00:10:40: Du gehörst so einen hundertbesten Auszubildenden in deinem Berät.
00:10:45: In ganz Deutschland.
00:10:45: Hier steht es auf der Urkunde.
00:10:48: Aber ich muss mal auch Urlaub nehmen.
00:10:49: Ich habe mich noch nicht freigestellt dafür.
00:10:51: Hat kein Interesse gehabt.
00:10:54: Er fällt...ich denke das die Wahrscheinlichkeit bei ninety-fünf Prozent liegt, dass er nach der Ausbildung nicht dort bleibt.
00:11:00: Würde
00:11:00: ich auch davon ausgehen.
00:11:01: Also wenn der Ausbilder eine Betriebsinhaber ... kein Interesse hat, damit zu gehen.
00:11:07: Noch nicht mal Urlaub dafür
00:11:08: gibt!
00:11:09: Das
00:11:09: ist fatal und es spricht sich ja herum... Es kommt das was die jungen Menschen wieder gut können heutzutage,... ...das gibt ihr doch in seine Netzwerke ein.
00:11:17: Da steht dann in Instagram, TikTok, Facebook oder was es da alles gibt im WhatsApp.
00:11:23: Ich würde keine Ausbildung machen hier beim Malermeister Mustermann.
00:11:26: Kennt er den?
00:11:27: Pass auf also da ging immer mit zu meiner Auszeichnung.
00:11:30: Im besten Wettbewerbs sei da vorsichtig.
00:11:33: Stichwort Spitzenleistung.
00:11:35: Sie investieren seit vielen Jahren in junge Talente.
00:11:39: Mich interessiert es weniger das Geld, dass sie investieren sondern die Wirkung.
00:11:42: Wann merken Sie denn, dass die Forderung wirklich was bringt?
00:11:45: Es kann man relativ schnell erkennen als die Förderung etwas bringt weil wir fördern ja mehrstufig.
00:11:53: Wir fangen ganz unten an in der Ausbildung.
00:11:56: So der erste Schritt ist unser besten Wettbewerb.
00:11:59: Der richtet sich an die Auszubildenden, die im zweiten Lehrjahr sind und sich für Abschlussprüfen vorbereiten, Ende Drittes Lehrjahr und hergen und die Praxis machen.
00:12:09: Wenn Sie ein Koffer gewinnen ist die Wahrscheinlichkeit extrem groß dass in einem weiteren Förderprojekt – sie waren ja selber beim Denkmalkämpfe bei – die gleichen wieder auftauchen.
00:12:21: Das heißt so einen Koffergewinner im besten Wettbewerb.
00:12:24: der interessiert sich dann da weiß was die Stiftung macht um bewirbt sich zum Beispiel für ein Projekt wie das Heavy Metal Camp, kann man auch noch darauf eingehen.
00:12:33: oder das Denkmalkamper als Beispiel.
00:12:36: Dann sehe ich wieder welche die im Denkmarkamp waren und den besten Bewerb gemacht haben, dass sich jetzt bewerben für einen Stipendium, für eine Fachschule.
00:12:46: Also wirklich durchgehend ist der gleiche Pool aus dem die Leute sind tatsächlich vor Denkmorkampf.
00:12:55: Ich behaupte mal aus dem Bauch raus, dass etwa dreißig bis vierzig Prozent der Stipendiaten, der Heavy Metal Cam, der Denkmalcam-Teilnehmer mindestens aus dem Bereich des besten Wettbewerbs kommen wir nicht sogar mehr.
00:13:09: Weil A weiß man dann welche Möglichkeiten es gibt.
00:13:12: Man hat ja gute Leistungen gezeigt und das führt sogar dazu, dass wir welche haben.
00:13:16: Wir haben auch Stipendiaten die studieren und also im Handwerk kommen.
00:13:21: Also wir haben welche, die machen zum Beispiel Lehramtbautechnik.
00:13:25: Also ähnlich so wie ich, also Berufschullehrer.
00:13:27: Nur kann man das heutzutage direkt machen.
00:13:29: Man muss nicht erst Architektur studieren und dann Lehramts, sondern man kann es von Anfang an studieren.
00:13:34: Die haben dann ihr Abitur nachgeholt auf der Technikerschule.
00:13:38: Die hat vorher eine Ausbildung gemacht über die Ausbildung, über die Technikenschule wo sie gefördert wurden, Abitura.
00:13:44: Und dann haben sich beworben über die Stiftung für den Stipendium einer Universität Und das ist dann durchgegangen.
00:13:51: Das freut einem.
00:13:52: Ja, das ist super!
00:13:53: Der letzte Aspekt, den ich noch erwähnen möchte wir hatten jetzt... Ich meine es war im Mai oder Ende April hatten wir einen Stipendiatentreffen ein X-Treffen von Stipendiaten die schon vor zwei drei Jahren ihr Stipentium hatten und von Frischen, die noch aktuell sind.
00:14:10: wenn man mit denen spricht Und die erzählen dann, ja sie waren beim Heavy Metal Camp.
00:14:14: Sie waren beim Denkmal-Camp.
00:14:16: Sie haben ihn zum Hause mitgemacht.
00:14:17: gemeinsam mit Architekten ist auch so ein Thema wo wir Kopf und Hand in Verbindung bringen.
00:14:22: Dann sind es quasi Fans.
00:14:24: wenn sie sowohl Fans und das ist schön und erstaunlich.
00:14:28: Was ist für sich das größte Missverständnis?
00:14:30: Wenn es um Nachwuchsförderung geht?
00:14:32: Das größte missverständnis ist dass diese nachwuchsverderung einem von allem befreit in der gestalt dass ich finanziell soweit abgesichert bin, das ich gar nicht mehr arbeiten muss.
00:14:42: Das wäre eh ein großes Missverständnis und dass es Selbstverständlichkeiten sind.
00:14:46: Leistung zählt nach wie vor.
00:14:48: also für nichts gibt's nichts.
00:14:51: gab schon mal Projekte oder Entscheidungen wo sie im Nachhinein gesagt haben das war ein Fehler eine Fehlentscheidung dann in den falschen vielleicht auch investiert?
00:14:59: Also wie gesagt ich bin jetzt ein halbes Jahr an der Stiftung aktiv.
00:15:03: da ist immer nur ein zwei Fälle aufgefallen.
00:15:05: wenn wir überlegt haben naja Waren das wirklich Themen, die von der Stiftung gefördert werden sollten?
00:15:10: Weil ich habe gesehen, Menschen kommen aus dem eigenen Großbetrieb.
00:15:14: Die Stiftungen hat ja das Ziel im besten Wettbewerb tatsächlich die Leistung zu honorieren.
00:15:20: auf der einen Seite aber idealerweise sollte erjenige, der den Bestenwettbewert gewinnt auch aus sozial schwierigen Herkunftsfamilien kommen.
00:15:29: also es sollte besonders gefördert werden und da haben wir ein paar Maschen überlegt.
00:15:34: also der erste Punkt ist gegebene gute Note Aber andererseits ist er abgesichert.
00:15:40: Ist kaum der Fall!
00:15:41: Ein großes Missverständnis hatte ich tatsächlich, das war Ende März und zwar hatten wir da die Stuckerteure ausgezeichnet.
00:15:48: Und wie es heutzutage so ist wird das Ganze über die Social Media Aktivitäten der Preisträger auch nach außen gegeben.
00:15:56: dann hat man im fall dass ein junger Mann zwar die beste Prüfung gemacht hat in Baden-Württemberg als Stuckertör aber keinen besten Wettbewerb gewonnen hat und kein Koffer bekommen.
00:16:09: Da war ich auch entsetzt, das kann ja nicht sein dass der Landessieger den Koffernicht bekommt.
00:16:15: dann habe ich natürlich nochmal nachgefragt hab im Ausbildungsbetrieb angerufen die waren auch entrüstet.
00:16:21: was war der Fall ist relativ einfach Den besten Wettbewerb, der bezieht sich auf die klassische Ausbildung als Gips an Stuckerteuer oder Marland-Lackierer.
00:16:30: Das ist eine dreijährige Ausbildung.
00:16:32: Der junge Mann hat aber die Verkürzte gemacht, die zweijährigen und ist damit rausgerutscht aus dem Teil, den er fällt.
00:16:39: Haben wir dann auch geheilt?
00:16:40: In dem ich gesagt habe, wir müssen für die nächste Runde im nächsten Jahr einen Preis auslohen für die Zweijähriginnen.
00:16:46: Die sind ja noch fleißiger wenn man so will, dass wir die nicht im Fokus haben.
00:16:50: natürlich habe ich den Betrieb besucht.
00:16:53: Ich habe den jungen Mann gratuliert und hab gesagt, das sind die Regularien.
00:16:57: Wenn man sich anschaut, ist es ganz normal im Internet online und du liest die durch, sie ist da drin, dreijährige Ausbildung.
00:17:05: Es ist aber schwer für den Jungen zu verstehen, dass er sagt ich habe die Verkürze gemacht, ich habe super Noten gemacht, bin bester und bekomme nichts.
00:17:12: Das sind so zwei Fälle wo ich gelernt habe auch für die Stiftungsarbeit, das müssen wir berücksichtigen.
00:17:18: Das müssen wir ja belohnen und nicht sanktionieren in dem kein Koffer bekam.
00:17:22: Jetzt Stichwort, Sie beziehen sich jetzt immer so auf besten Förderungen und so?
00:17:26: Gibt es auch von der Stuhlstiftung was wo Leistungsschwächere vielleicht gefördert werden?
00:17:31: Klar!
00:17:32: Also vielleicht liegt das auch im Namen Bestenwettbewerb.
00:17:35: Das ist die erste Stufe, die wir fördern.
00:17:37: pro Jahr also etwa hundert Koffers im Wert von tausend Euro gehen da raus, aufgeteilt ins male Handwerk ein stückateurhandwerk und das ganze verteilt auf alle Länder wo es die duale Ausbildung gibt in Europa also die Ausbildung im Betrieb und gleichzeitig in der Berufsschule.
00:17:54: Und das ist Deutschland, das ist Österreich, das sind Teile von der Schweiz, es ist noch Südtirol wo man diese Preise vergeben kann.
00:18:03: Und anmelden für den besten Wettbewerbers Beispiel – das macht er jeweilige Lehrer oder Fachlehrer weil der kennt die Noten, der wird von der Stiftung informiert über die Regularien eine Auswahl zu treffen zwischen Menschen, zwischen jungen Schülerinnen und Schülern die auf der einen Seite eine Superleistung haben aber bitte auch berücksichtigen.
00:18:27: Die soziale Herkunft, die Leichungsfähigkeit finanzielle Leichunsfähigkeit ist jungen Menschen.
00:18:33: Und das was wir dann von den Lehrern bekommen als Information da müssen wir davon ausgehen.
00:18:39: Das passt.
00:18:40: Wenn jetzt der Fall besteht dass wir Von einer Schule wo es zum Beispiel fünf Preise vergeben werden zehn Teilemer bekommen Dann können wir zum Beispiel Stiftung sagen, guckt bitte drauf.
00:18:52: Dass wir jemand dabei haben der auch sozial schwächeren Schichten mit dazu kommt das war den Fördern.
00:18:58: Da ist es so eine Mischung.
00:18:58: aber wir müssen uns darauf verlassen dass die Schulme, die wir zusammenarbeiten nur die haben aus Datenschutzgründen auch die Noten und sie können einigermaßen beurteilen wo kommt denn der junge Mann oder junge Frau her?
00:19:10: Dass man sich darauf verlasseln könnte also von der Seite würde ich sagen ist es eine Mischen.
00:19:14: Wo es eine große Rolle spielt, ist zwar den Stipendien die wir vergeben.
00:19:18: Stipedien zum Beispiel für Fachschulen.
00:19:19: Da geht's auch um regelmäßige Beträge weil wenn ich zwei Jahre auf der Schachfachschule bin dann kriege ich das Ganze für vier Semester.
00:19:28: Es ist wesentlich mehr wie einmalig den Koffer und da wird schon darauf geachtet dass auf der einen Seite die Leistung der Ausbildung gut war aber dass der tatsächlich aus einem aus einer Familie kommen, wo die Förderung sich lohnt.
00:19:42: Wo
00:19:43: finanziell nicht zu viel dahintersteht.
00:19:46: Der auch Buffock oder sonst was beauftragt hat.
00:19:49: Da arbeiten wir auch mit den Fachschulen zusammen und die Fachschule sagen da haben wir denn geholfen.
00:19:54: Wir haben der Buffock-Antrag gestellt, wir haben einen Wohngeldantrag gestellt und schlagen jetzt vor für das Stoßdependium Und in dem Moment wo derjenige dann muss er dann in die Regel umziehen in den Ort wo die Fach Schule ist.
00:20:05: wenn da jemand Wohngeld kriegt Dann ist er automatisch für die Stiftung prädestiniert, weil Wohngeld ist limitiert.
00:20:12: Da müssen sie ihre Einkünfte offenlegen und auch die Einkünftete der Eltern offenlegen – genauso wie beim Buffer Grauch.
00:20:17: Und da ist sichergestellt das es nicht nur die Noten sind sondern dass es auch die Herkunft ist.
00:20:22: Die Stiftungen gemeinnützig ist ganz wichtig, dass wir den Nachhör im Fokus haben und nicht ausschließlich die noten.
00:20:29: Und wenn es jemanden, sag ich mal eine Vier-Kuba-Null habt gibt's da auch was wo sie sagen.
00:20:33: Da helfen wir oder können unterstützen oder irgendwie... Also das orientiert sich dann wirklich an der Schulnode bis zu einem bestimmten Sektum.
00:20:40: und dann sagen Sie Kat und dann sind Sie als Stiftung auch nicht mehr mit im Boot sozusagen?
00:20:46: Das
00:20:46: ist streng genommen kaum der Fall weil wenn jemand die Ausbildung mit vier beendet hat er nicht die Möglichkeit auf ne Fachschule zu gehen.
00:20:54: Die Fachschulen haben auch Eingangshürden mit dem Notendurchschnitt.
00:20:58: Mit vier komme ich da nicht rein und wenn ich reinkäme, sind die Anforderungen so hoch, dass sich keine Aussicht auf Erfolg hätte.
00:21:06: Das ist eher unwahrscheinlich beim Studium genauso.
00:21:09: Also in der Regel, die ihre Ausbildung dann auf die Technikerschule gehen, haben in Interesse dran auch die Noten in einer Bandbreite.
00:21:18: Kann doch mal eine Drei sein!
00:21:19: Und diejenigen, die dann auf der Fachschule ja Fachabitur nachholen, dann studieren.
00:21:24: Auch da gibt es entweder Numerus Clausus auf der einen Seite oder Eingangshürten.
00:21:28: Da gehen wir einfach von aus.
00:21:29: die schulischen Notenstimmen, also die Wahrscheinlichkeit dass wir jemand fördern müssen ist sehr gering.
00:21:34: Das wären Einzelförderungen wo man sich direkt an die Stiftung wenden würde und wird sagen ich will das gerne machen.
00:21:40: Woran wir arbeiten?
00:21:41: Ist tatsächlich im Moment eine Ausweitung der Stiftungsaktivitäten.
00:21:45: jetzt habe Ich mir persönlich vorgenommen Auf Migrationskinder die wir mit unterstützen wollen, damit sie überhaupt schon mal in der Ausbildung eine Chance haben.
00:21:56: Nur wie sich das ausgestallt ist, ist jetzt halt schwierig.
00:21:58: Da macht der Stiftungsvorstand ein Workshop im September weil es würde mit Gemeinnützigkeit natürlich viel mehr korrelieren.
00:22:05: Weil da Nachwuchs im Handwerk zu finden ist extrem schwierig und da kriegen Sie einen Moment... Das kriege ich ja auch mit sehr vielen Kindern mit Migrationshintergrund.
00:22:15: Da ist ein Hindernis die
00:22:17: Sprache.
00:22:17: Ja, das habe ich schon von vielen Betrieben gehört
00:22:19: dass
00:22:19: eigentlich das Handwerk gar nicht so ein Problem wäre sondern in der Berufsschule mitzukommen.
00:22:23: Genau
00:22:23: und da haben wir uns überlegt was sie dann nachdenken.
00:22:26: wie können man das denn mit unterstützen um die Sprachfertigkeit die Spracherkenntnisse zu unterstützen?
00:22:31: Und dann ist die Ausbildung für diejenigen auch viel leichter.
00:22:34: Wir haben auch Fälle gehabt.
00:22:36: war das Ausbildungsergebnis das war jetzt in Österreich exzellent.
00:22:40: ne es waren der Schweiz.
00:22:41: wo ich jetzt gerade war war gerade vor zwei Wochen.
00:22:44: Die Schweizer sind etwas besser.
00:22:46: Warum sind die Schweizer besser?
00:22:47: Bei uns gibt es halt die Ausbildung, klassische Ausbildung und jetzt nehme ich mal wieder die Gibson Stugateur betrifft aber in der Schweiz auch die Mahler.
00:22:55: da gibt es drei verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten.
00:22:58: Ich kann die klassische dreijährige Ausbildung machen.
00:23:01: Ich kann als Begabter die zweijährige machen.
00:23:05: Aber mit Migrationshintergrund zum Beispiel und schlechten Sprachkenntnissen die zweijährigen machen.
00:23:11: dann bin ich nicht hinterher Facharbeiter, sondern Fachwerker und kann anschließend über weitere zwei Jahre die volle Ausbildung nachholen.
00:23:21: Dass ich in der Schweiz vier Jahre Zeit habe war ein regulären Gesellenbrief oder Facharbeiter der eidgönzischen Fähigkeitszeugnis heißt es bei denen zu bekommen.
00:23:32: aber wenn ich jetzt zum Beispiel die verkürze zweijährige in der schweiz mache verdient natürlich nicht das gleiche Geld, wie der denn eine klassische dreijährige Ausbildung hatten.
00:23:41: Die Schweizer bieten jetzt die Möglichkeit nochmals zwei Jahre in Teilzeit dran zu hängen.
00:23:46: also ich kann schon als Geselle arbeiten oder als Bauwerker kann arbeiten, habe es aber nochmal zwei Jahre Zeit und hole meine offizielle Gesellenprüfung nach und dafür hatte ich dann in Summe vier Jahren.
00:23:57: damit kann die Sprache in vier Jahren wenn sie vier jahrem Land sind Da ist die Sprache auch mit da.
00:24:03: Das finde ich jetzt in der Schweiz sehr gut gelöst, das wäre ein Thema, das sollte man auch nochmal in Deutschland anschauen.
00:24:08: und über die Stiftungen, wenn es auch eine Möglichkeit tatsächlich sinnvoll zu fördern.
00:24:13: Gehen wir mal von der Schweiz noch einmal zurück nach Rumänien, dann machen Sie ja immer Ihr Denkmalcamp in Martinsdorf, da ich letztes Jahr das Glück, da durfte ich mit für zwei drei Tage und was mir dort aufgefallen ist... Es geht auch um Handwerkstechniken oder Stoffvermittlungen aber Es geht auch viel um Gemeinschaft und sagen wir mal einfachen Bedingungen miteinander auszukommen.
00:24:37: War das von Anfang an tatsächlich so gedacht, dass man es unter so einfachen Bedienungen hält?
00:24:41: Um eben auch Gemeinsschaft zu fördern?
00:24:43: oder hat sich das erst im Nachhinein rauskristallisiert?
00:24:45: Ich weiß, Sie sind jetzt erste Mal dabei aber vielleicht wissen sie ja die Intention, die hinter dem Denkmalkemp damals stand.
00:24:52: Ja also eine der Intentionen wie man darauf kam... Das war die Zusammenarbeit mit den Stiftungsräten damals und mit den Fachschulen Und da gab es auch die Kontakte für das rumänische Projekt.
00:25:02: Die Stiftung hat ja einen Leitsatz, Kopf und Hand.
00:25:07: Und genau dieses Hand, Herz und Verstand sind bildlich in der Stiftungen verankert.
00:25:14: Da sagen wir halt Kopf-und-Hand.
00:25:15: aber für mich ist das Herz auch wichtig, die Leidenschaft fürs Sandwerk.
00:25:18: Das konnte man im Martinstorfer, kann man im Martinsdorf?
00:25:21: Das läuft jetzt gerade zum Zeitpunkt unseres Podcasts.
00:25:24: Es ist heute erste Tag
00:25:26: und wir werden umsetzen!
00:25:28: Die Hintergründe sind wie folgt... In der klassischen Ausbildung des Maler- und Lackierers, aber auch des Studiateurs sind die Technik in den Nordwendigen jetzt in Martinsdorf.
00:25:41: Das betrifft überwiegend Denkmalschutz so gut wie nie in der Ausbildung oder gar im Betrieb vorhanden.
00:25:48: also wer geht schon her?
00:25:49: Und löst als Handwerksbetrieb Fresken auf lässt alle Schichten ab?
00:25:54: wo wird Graumallerei gemacht damit es illusionärisch wirken kann?
00:25:57: Das ist kaum gegeben.
00:25:58: und bei der damaligen Grundidee ging es darum, dass man gesagt hat wie kann man den Bereich Denkmalschutz praxisorientiert anwenden.
00:26:07: Der zweite Aspekt in Deutschland ging das gar nicht.
00:26:09: Das Denkmalkämpfer wird Ihnen was erzählen wenn Sie damit auszubildenden im Mattenstorff sind ja überwiegend diejenigen, die im zweiten Lehrjahr sind oder die gerade frisch fertig geworden sind.
00:26:19: Wenn sie da ein Auszubildender hinschicken und sagen, das ist ein denkmalgeschütztes Gebäude dann legt das Fresken frei.
00:26:26: Das wäre bürokratisch in Deutschland ein gigantisches Hindernis.
00:26:29: Im Martinsdorf da freut man sich drüber, dass man da gemeinsam arbeiten kann, das da auch nichts kaputt geht.
00:26:36: Es sind Fachleute dabei, Denkmalschützer sind dabei und die Fachlehrer sind mit dabei.
00:26:40: Das machen die jungen Menschen unter Anleitung.
00:26:42: Das ist der eine Aspekt.
00:26:43: Der zweite Aspekt ist Gemeinschaftsgefühlstärken.
00:26:47: Wenn ich mir die Videos anschaue, die im Internet drin sind auf dem Sturrstiftungs-Homepage wie die Jungen Menschen nach... den zehn Tagen da unten in Rumänien, wenn die berichten wie es war und sagen am Anfang Schlafsalen ist doch sehr archaisch, sehr einfach.
00:27:03: Glimmsklo was da alles gibt.
00:27:04: und danach zehn Tage.
00:27:06: ich habe super Freunde gefunden das Essen war genial.
00:27:08: Ich durfte Sachen machen, das hab' ich vorhin noch nie erlebt.
00:27:11: Und jetzt will ich mal eine Reihe an Schwerpunkt machen.
00:27:14: Das ist dann faszinierend.
00:27:16: Also ich werde nächstes Jahr mit dabei sein.
00:27:18: aber ich würde mir dann die Gesichter angucken.
00:27:20: Sie treffen ein erster Tag Und dann nach zehn Tagen sie gehen.
00:27:25: Ich verwende meine rechte Hand, dass sie da völlig andere junge Menschen treffen...
00:27:29: ...nach
00:27:30: den zehn Tagen.
00:27:31: Das ist die Besonderheit, die da entsteht.
00:27:33: Es ist dieses Gemeinschaftsgefühl auf der einen Seite.
00:27:36: Dann die Praxis und gleichzeitig Theorie angeleitet werden von Fachleuten, von Fachkräften das ganze auch noch mit den rumänischen Bewohnern zusammen die interkulturelle Zusammenarbeit.
00:27:50: Und dass man einfach mal sieht, wenn wir jetzt erst nach Großstadt kommen wie Dortmund oder Berlin und ist dann in diesem Bad ins Dorf.
00:27:55: Genau ja also es ist schon sehr
00:27:57: unterschiedlich
00:27:58: das
00:27:58: ist schon heftig.
00:27:59: Dann kann man sagen so sah's auch mal aus bei uns Mitte dreißiger Jahre.
00:28:04: ich war selber öfters in Rumänien weil ich verwandte habe.
00:28:07: In der Stadt sieht es genauso aus über uns.
00:28:10: Dann sind wir aufs Dorf gefahren, sie hieß es damals zur Oma.
00:28:16: Da sind Pferdekutschen über die Straße.
00:28:21: Und wenn sie da spazieren gehen, dann wandern und nehmen eine Trillerpfeife mit.
00:28:28: Sie fragen aber warum brauche ich eine Trillerpfeifel?
00:28:31: Dann heißt es wegen der Braumbären.
00:28:33: Dann denkt man ist hier versteckte Kamera.
00:28:36: Da leben Braumbeeren im Freien.
00:28:39: Da steht Natur noch übersprünglich.
00:28:41: Wenn da nachts das Lagerfeuer ausgeht, das Licht ausgeht Da sieht man ein Stannenhimmel, den gibt es bei uns gar nicht.
00:28:50: Weil durch die Lichtverschmutzung, die wir hier haben, durch die vielen Städte da unten in Rumänien, das ist
00:28:55: nix
00:28:56: im Martinstorff.
00:28:56: Das ist ein besonderes Erlebnis für die jungen Menschen und die wachsen daran, die reifen daran.
00:29:05: Jetzt sind wir von den alten Techniken in Rumänen und in Martinsdorf kommen.
00:29:08: jetzt zur Zukunft des Handwerks vielleicht.
00:29:11: Künstliche Intelligenz wird viele Berufe verändern.
00:29:14: welche Fähigkeiten werden dadurch im Handwerk noch?
00:29:16: Wertvoller.
00:29:18: Die KI wird das Handwerk, also aus meiner persönlichen Sicht in Zukunft viel stärker unterstützen wie heute.
00:29:25: Es gibt Berufsfelder.
00:29:26: der wird tatsächlich die KI diesen Beruf ersetzen?
00:29:29: da bin ich mehr hundertprozent sicher.
00:29:31: Das merkt man derzeit ganz besonders stark An dem Nachwuchs zum Beispiel, also am Welten Wirtschaftsprüfen etc.
00:29:40: Da war gestern im Handelsblatt eine große Meldung drin die ganz großen Wirtschaftsprüfer PwC, Ernst und Yang-Wieser Eisen stellen etwa zwanzig Prozent weniger junge Absolventen der Hochschule ein weil durch die KI die Prüfungen
00:29:55: z.B.,
00:29:56: deiner Bilanz eines Geschäftsberichts schon so gut vorbereitet wird dass die Seniorprüfer das selber abschließen können.
00:30:04: Das ist ein Aspekt, also da wird den Beruf bedroht.
00:30:06: Im Handwerk wiederum kann die KI aber genau dadurch helfen.
00:30:10: Das heißt wenn ich einen Aufmaß machen will von einem Einfamilienhäuschen zum Beispiel dann habe früher Zollstock gehabt hat man Maßband gehabt und hab es etwa eineinhalb Stunden gebraucht um das aufzumessen für ein Angebot zu erstellen.
00:30:23: Die KI ist heute in der Lage wenn sie im Foto von dem Gebäude machen selbst ganz einfache KI-Modelle Also ohne spezialisiertes Geometriemotell zB wie der Architektur.
00:30:34: Sie fotografieren das Gebäude von den bestimmten Winkeln.
00:30:37: Sie sagen im KI-Modell, ich brauche einen Aufmaß.
00:30:40: Dann sagt es KI-modell, Ich hätte gerne von dir gewusst wie war der Abstand zu dem Gebäuden?
00:30:45: und dann sagen sie zwölf Meter zwanzig.
00:30:48: Und dann gibt mir die erste Höhe ein zum Beispiel Vom Eingang von der Eingangskante.
00:30:53: Da sage ich das Haus ist am Eingangen drei Meter vierzig.
00:30:56: Dann drücke ich drauf, dann kommt ein Aufmaus oder die KI erstellt mir ein Bild.
00:31:03: Da ist es hilfreich.
00:31:05: Ich habe vor kurzem wieder einen Plakat gesehen, da muss die schmunzeln.
00:31:08: Es war ein Elektrobetrieb Das waren Rohbau, großes Gerüsch und da stand oben eine riesengerüchtete Planung.
00:31:15: Hey Chat GPT!
00:31:18: Von Ende bitte diese Baustille Und dann klein gedruckt unten drunter.
00:31:23: Wir suchen Auszubildende, die auch noch in zehn Jahren sich ihren Job haben wollen.
00:31:27: Da muss ich schmunzeln, das fand ich ein superes Bild.
00:31:29: Weil Chatchi BT ist nicht in der Lage die Kabel da zu verlegen und die Wände zu malen oder zu verputzen.
00:31:34: Unmöglich!
00:31:36: Die Gefahr besteht eher bei der KI darin, dass sie zum Beispiel Spritzroboter wunderbar steuern kann, dass die in derlage sind.
00:31:46: vielleicht in zwei drei Jahren wird schon soweit sein eine Tiefgarage komplett auszuspritzen
00:31:53: Wobei ich finde, das sind ja auch so eher stupide Tätigkeiten.
00:31:56: Wo der Maler könnte sich dann während des Spritzroboter die Tiefgaragen spritzt auf kreativere Techniken in der gleichen Zeit konzentrieren?
00:32:04: an dem Projekt also ich finde es bedroht ist nicht unbedingt das malen Handwerk diese Roboter.
00:32:08: und
00:32:08: da muss man sehen was kostet so ein Roboter?
00:32:10: wie lange braucht er?
00:32:11: Das funktioniert auch nur dann wenn die Geometrie gleich ist.
00:32:16: Also Tiefkarage ist optimiert dafür.
00:32:19: Wenn sie wiederum beim Kunde Mustermann der in einem Familienhaus eine Umgebung hat.
00:32:25: Die Wände streichen soll und die Keller, dann ist die Geometrie dieses Gebäudes völlig unterschiedlich zu den anderen Hunderthäusern, die auch stehen.
00:32:33: Weil in Deutschland ist es so, jeder will sein eigenes Haus haben.
00:32:37: Ihre Meinung nach braucht's mehr Digitalisierung im Handwerk oder eher nicht?
00:32:41: Natürlich mehr!
00:32:43: Aus dem einfachen Grund auch da gibt es eine schöne Statistik.
00:32:46: Ich hatte im November noch einen Vortrag gehalten bei einem Klimapartner treffen.
00:32:53: Da ging es unter anderem auch um die Produktivität und habe eine Statistik rausgeholt, auf den PowerPoint-Shot aufgebracht.
00:33:01: Da stand drauf Digitalisierungskrad in Deutschland nach Berufsgruppen und Gewerben.
00:33:07: da war der Bereich Bankenversicherungen Industrie ganz oben beim Digitalisierungsgrad von etwa achtzig Prozent.
00:33:15: dann ging's zwanzig Plätzen nach unten.
00:33:17: Der letzte Platz war das deutsche Fischereigewerbe.
00:33:21: Der vorletzte Platz war tatsächlich das Mahler- und Stuckertürhandwerk, also da ist schon Digitalisierung aber da ist noch ein gigantisches Aufholpotenzial.
00:33:31: Also warum das Fischereigewerbe relativ klein noch weniger digitalisiert ist für mich unergründlich.
00:33:39: die Betriebe die ich kenne und ich habe wirklich meinen Berufsleben tausend von Betrieben besucht Da ist die Digitalisierung schon da, Minimum in dem man eine Software benutzt wo man Aufmaß, Abrechnung, Baustellen managt.
00:33:51: Der nächste Schritt wäre auch die Zeiterfassung im Handwerk.
00:33:55: aber da hört es dann in der Regel schon auf und ich kenne noch jede Menge Betriebe ganz ehrlich gesagt auch bei meinem Bruder da steht noch ein Faxgerät.
00:34:06: Dann habe ich zum Abschluss noch zwei kurze Fragen persönlicher Art.
00:34:11: Was hat Ihnen ein junger Mensch in letzter Zeit oder den letzten Jahren beigebracht?
00:34:16: Was für mich wesentlich war, also ich beziehe mich jetzt mal auf die Zeit wo ich für die Stiftung aktiv war.
00:34:22: Weil vorher hatte ich bei STO im Konzern war ich unter anderem auch für das Personalwesen verantwortlich und habe dafür gesorgt dass wir unsere Ausbildungsquote auf dem Niveau mit heben.
00:34:34: Wir bilden hier im Konzen jedes Jahr, wir haben die Überzwander auszubilden.
00:34:38: Das war da.
00:34:38: besser sind wie der Industrie-Schnitt, dass man mehr ausbildet.
00:34:41: Auf der anderen Seite waren wir ganz wichtig aus unserer Auszubildenden hier im Konzern auch das richtige Lernen, dass man sich angemessen Zeit für sie nimmt.
00:34:49: Da hatte ich schon den Kontakt.
00:34:50: Da habe ich das Erlebnis gehabt wie jetzt in Martinsdorf.
00:34:53: Ich hab mir erlaubt in meiner Zeit als Vorstand jeden neuen Ausbildungsjahrgang persönlich zu begrüßen.
00:35:00: Ich habe mich da unten reingestellt mit einem großen Zahl und dann sind die jungen Menschen zwischen sechzehn und achtzehnt rein gelaufen.
00:35:07: Ich hab jedem die Hand gegeben.
00:35:08: Die Regel war so warm und feucht und aufgeregt Man war richtig aufgeregt, hat man gemerkt und habe dann das Unternehmen präsentiert.
00:35:15: Ich hab mir versucht die Angst zu nehmen und aufgezeigt dass das Unternehmen dankbar ist als sie die nächsten drei Jahre hier bei uns verbringen.
00:35:22: Dann hatten wir so ein kleines Ritual immer wieder gemacht Die Auszubildenden mussten am ersten Tag im Brief schreiben an sich selber.
00:35:30: Was geht gerade in mir vor?
00:35:33: Warum mache ich die Ausbildung und was erwarte ich heute in drei Jahren?
00:35:36: Dann haben wir die Briefe eingesammelt Haben Sie eine Personalabteilung, eine Dressort reingelegt Und wenn ich dann nach drei Jahren die Beglückwünscht habe für den Abschluss ihrer Ausbildung, haben wir diese Briefe ausgehändigt.
00:35:48: Das komme ich auf Ihre Frage.
00:35:51: Ich hab bei der Gesichter gesehen – es waren in dieser Zeit mit Sicherheit auch sechs, siebenhundert junge Menschen – wie die Rheinkamen aufgeregt und mit welchem Stolz innerhalb von drei Jahren, die die Ausbildung gemacht hat und stolz war auf Erzeugnissen.
00:36:06: Da haben Sie ein Brief aufgemacht, manchen kamen Tränen das vergessen hat.
00:36:12: Die hatten echt vergessen, dass sie den Brief wieder kriegen und bei anderen war stolz drauf.
00:36:17: Das hat mich bewegt weil da habe ich gesehen was so einen jungen Menschen ausmacht wenn Sie meinem Alter sind... Ich bin fünfundsechzig oder ich werde es dieses Jahr fünfundsechzeig da man den Aspekt nicht mehr also man freut sich über andere Dinge des Emotionales, des Aufregendes hier anzufangen eine Ausbildung zu machen ungewohntes Unternehmen reinzugehen Das ist da etwas abgebrötet.
00:36:42: Jetzt komme ich zu meiner Zeit in der Stiftung, jetzt bin ich ja mit Menschen zusammen Die fünfevierzig Teilweise fast fünfzig Jahre jünger sind weg.
00:36:51: Was habe ich von denen gelernt?
00:36:52: Auf der einen Seite das habe ich vorhin schon mal genannt die haben eine extrem hohe technikaffinität.
00:36:58: Zweitens die sind wesentlich direkter.
00:37:01: Während ich damals den Vorarbeiter gesiezt hab am Anfang zumindest die erste Woche Gehen die wesentlich schneller und direkter auf einem zu.
00:37:13: Dann sind die jungen Menschen heute viel selbstbewusster wie jetzt meine Generation.
00:37:18: Das im Paket kann schon dafür nützlich sein, dass man auch die Ausbildung besser abschließt und sich später wesentlich sicherer in seinem Arbeitsumfeld bewegt.
00:37:30: was mich besonders beeindruckt hat war ein junger Mensch den wir im besten Wettbewerb hatten der gar nicht mal so jung war.
00:37:38: da war er würde ich sagen so Ende zwanzig, Anfang dreißig.
00:37:44: Der hat sich neben mich gesetzt und hat gesagt Herr Keller darf Ihnen was sagen?
00:37:47: Dann sage ich ja gerne.
00:37:50: Sie haben mich vor ein paar mal angeguckt weil ich jetzt schon etwas älter bin wie die anderen die hier sitzen.
00:37:57: Da sagte er ich möchte mich bei ihm bedanken.
00:37:59: Dann sag ich bei mir ja bei der Stiftung aber sie stehen ja für die Stiftungen.
00:38:02: Ich sage für was?
00:38:04: Er hat uns am Leben schon viel gemacht einige Ausbildungen abgebrochen.
00:38:08: Er hat auch Dinge gemacht die nicht immer gut waren.
00:38:10: Der hing auch auf der Straße.
00:38:11: Aber ich bin jetzt so stolz, dass er seine Ausbildung fertig gemacht hat.
00:38:16: Maland-Lakierer endlich fertiggemacht hat.
00:38:19: Auch so spät und dafür möchte man dankbar sein, dass die Stiftung hier unterstützt hat Und das ich in Mut gemacht habe durch meine eigene Geschichte was man im Handwerk alles erreichen kann.
00:38:29: Er findet es super!
00:38:30: Ich will jetzt auch Gas geben.
00:38:31: Das nächste was er sich vornimmt ist der Meister.
00:38:34: Das hat mich extrem emotional bewegt im Herfeld jemanden, da ist auch viel jünger Weg.
00:38:40: Aber nicht für vierzeig Jahre.
00:38:42: Da geht auf die dreißig zu und dann sagt er hat jetzt den richtigen Wege wählt und er stolz eine Ausbildung gemacht zu haben.
00:38:49: Er will den Meister machen, er will den Techniker machen wenn er gut ist Fachhochschulreife dazu und dann studieren.
00:38:56: Ich
00:38:56: hab gesagt wie kommt der darauf?
00:38:58: Sie haben dort das erzählt als ich es auch gemacht habe.
00:38:59: Also war
00:39:00: Inspiration her, super!
00:39:01: Ja
00:39:02: finde ich jetzt superwillig auch, sage ich Respekt.
00:39:06: wenn sie gefördert werden wollen und haben gute Noten.
00:39:09: Sie wissen ja, Homepage-Stiftung reingeben, vielleicht trifft man sich doch nochmal.
00:39:14: Das hat mich emotional extrem berührt.
00:39:16: Abschließende Frage Herr Keller was wünschen Sie sich das junge Handwerker mal über Ihre Generation sagen?
00:39:23: Ja eine schwierige Frage!
00:39:24: Deswegen ist auch der Abschluss...
00:39:26: Also was ich mir erhoffe ist dass die nicht das sagen was wir vielleicht über die Generation unserer Väter und Großfälle gesagt haben, weil die kannten tatsächlich nur das Unternehmen.
00:39:39: Also mein eigener Großvater weiß ich noch den mussten wir mit neunzig dazu bringen kein Laschtwagen mehr zu fahren.
00:39:48: Weil mehrfach die Polizei bei uns war und sagt hat hier da braucht er die ganze Bundesstraße.
00:39:54: Da ging zwar mit fünfundsechzeh schon in Rente aber jeden Morgen um sechs im Hof hat alles vorbereitet was die Mitarbeiter brauchen zu deren Leitwesen.
00:40:06: Das heißt, es gibt so einen Stuckertür.
00:40:09: vielleicht auch als Maler brauchen sie Anschlagpetter wenn sie so eine Tür verputzen.
00:40:14: da hat denen die krumme Nägel im Container waren wieder Kratzschlagen und hat in Nägeln ihre Arbeitsgeste reingelegt.
00:40:21: Da war der nicht unbedingt beliebt bei den Gesellen oder den Auszubildenden Und er kannte nur eines das Unternehmen.
00:40:29: Vielleicht hielt ihn das auch solange am Leben Weil er hat ja bis zum Schluss quasi gearbeitet, in dem Moment wo er dann krank wurde ging es relativ schnell.
00:40:38: Also verstorben ist.
00:40:40: diese einseitige Work-Life Balance die wünsche ich der nächsten Generation nicht und ich wünsch auch nicht das Niedern zu sagen dass meine Generation immer noch so war.
00:40:50: Ich habe da schon versucht auch meinen Kindern vorzulehnen der Verwandtschaft vorzurehmen.
00:40:54: Handwerk Auch als Handwerker könnt ihr tatsächlich Urlaub machen.
00:40:59: Auch aus Hamburg habt ihr die Möglichkeit tatsächlich euch die Zeit zu nehmen.
00:41:04: Und dann habt ihr halt am Jahresende ein bisschen weniger auf dem Kondom, vielleicht geht auch mal einen Auftrag flöten weil ihr nicht da seid in den nächsten zwei Wochen.
00:41:12: aber es kann nicht sein.
00:41:13: bei einer guten Planung sind dreißig Tage auch drin.
00:41:17: das wünsche ich denen.
00:41:18: Super!
00:41:19: Herr Keller vielen Dank für das offene Gespräch.
00:41:21: Das war der Malerblatt Podcast.
00:41:23: Vielen Dank fürs Zuhören bis zur nächsten Folge.
00:41:25: Vielen Danke Erfeldt
00:41:26: Dankeschön.
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